Samstag, 18. November 2017

„Unumgängliches“ Chaos: Berufspendler in Richtung Heidelberg „stinksauer“

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Guten Tag!

Rhein-Neckar/Heidelberg, 19. Oktober 2010. Eine Verkehrsbefragung hat heute morgen auf der A 5 zu mindestens fünf Kilometern Stau in beiden Richtungen geführt. Auch die B 3 war zeitweise „dicht“. Auf der B 37 (A 656) an der Stadteinfahrt Heidelberg hatte die Polizei von zwei auf eine Fahrspur verengt: Der „Geschwindigkeitstrichter“ sorgte für Stau und großen Unmut.

Von Hardy Prothmann

Bis gegen 09:00 Uhr gingen rund ein Dutzend Anrufe in der Redaktion ein – bei der Polizei in Heidelberg ein Vielfaches: „Wir haben gefühlt an die 100 Beschwerdeanrufe erhalten“, sagt der Heidelberger Polizeisprecher Harald Kurzer auf Anfrage. Darunter auch sehr aufgeregte Geschäftsleute, die mit Klagen drohten, weil ihre Angestellten teils über eine Stunde zu spät zur Arbeit kamen und damit der Geschäftsbetrieb empfindlich gestört wurde.

Die Polizei ist für das Chaos nicht verantwortlich, sondern ist nur Hilfeleister: „Nur die Polizei darf Autofahrer anhalten“, erklärt Harald Kurzer. Und das tat sie: Rund jeder zehnte Autofahrer in Richtung Heidelberg wurde heute Morgen „herausgewunken“. Wer über das Radio oder Mobiltelefone vom Stau erfahren hatte, versuchte sein Glück über die B 3: „Ab Hirschberg und Schriesheim stand hier dann auch alles.“

Die Stadt Heidelberg führt diese Verkehrsbefragung durch. Gestern gab es in Heidelberg dazu eine Pressekonferenz – viel zu kurzfristig aus Sicht der Autofahrer. „Wir können und wollen das nicht großartig ankündigen, weil sonst das wissenschaftliche Ergebnis verfälscht würde“, sagte Bert-Olaf Rieck vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Heidelberg. „Wir wissen, dass die B 37 eine problematische Stelle ist und haben mit Rückstau gerechnet, aber nicht in diesem Umfang.“

Die Befragung wurde abgebrochen und könnte im Lauf des Tages weitergeführt werden, sagte Sebastian Gieler vom Amt für Verkehrsmanagement auf Anfrage: „Das ist sicher für die Autofahrer nicht schön, aber wir benötigen diese Daten eines möglichst unbeeinflussten Verkehrsverhaltens.“ Das sei die einzig denkbare Möglichkeit, um an gute Daten zu kommen, „die schließlich der Allgemeinheit zu gute kommen“. Man habe im Vorfeld intensiv über die Maßnahme diskutiert, dieses Verfahren sei „unumgänglich“.

Zusätzlich gibt es noch Haushaltsbefragungen und Verkehrszählungen. Die Stadt rechnet damit, dass bis Januar die Daten von einem Berliner Ingenieurbüro ausgewertet sein werden und im Februar öffentlich gemacht werden können.

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • Noralerweise dauert’s mir 35min in HD zu fahren. Heute könnte ich 2 CDs hören und ein Meeting verpassen. Übrigens, was für eine Benzin-Verschwendung hat diese Aktion verursacht?
    Your government doing the work of the people…NOT!

  • kompakter

    hallo,

    sauber, das haben die echt sauber hingekriegt. wem schicke ich die rechnung für den ausgefallen zahnarzttermin?
    führen die darüber auch statistik?

    gruß