Sonntag, 19. November 2017

Jugendgemeinderat stellte Antrag im Gemeinderat

Entscheidung um Soccercourt vertagt

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Ladenburg, 19. Dezember 2013. (red/sap) Der Jugendgemeinderat beantragte die Errichtung eines Soccercourts an einem noch festzulegenden Standort und die dafĂŒr benötigten Mittel in den Haushalt 2014 einzustellen. Da einige Punkte nicht geklĂ€rt werden konnten, wurde der Antrag vertagt.

Der Jugendgemeinderat debattierte schon 2012 in einer öffentlichen Sitzung ĂŒber einen Bolzplatz in der Ladenburger Weststadt. Mehrere Jugendliche hatten sich mit diesem Thema wiederholt an den Ladenburger Gemeinderat gewendet. Vor wenigen Tagen gab es erneut ein GesprĂ€ch mit BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, AndrĂ© Rehmsmeier und Gregor Völker vom Stadtbauamt, Angelika Schlechter vom Jugendzentrum, Vertretern des Jugendgemeinderates sowie engagierten Jugendlichen aus Ladenburg.

Demzufolge beantragte der Jugendgemeinderat jetzt die Errichtung eines sogenannten Soccercourts (FlĂ€che 20×9 Meter) an einem noch festzulegenden Standort außerhalb des Römerstadions – zum Beispiel in der Weststadt oder an der Bleiche. Der Vorsitzende des Jugendgemeinderates Sophian Habel und Sören Ueberrein, stellvertretender Vorsitzender, erlĂ€uterten den Ladenburger StadtrĂ€ten den Antrag. Der Soccercourt sollte fĂŒr Ballspiele umzĂ€unt sein und an der Bleiche oder am alten ContainergelĂ€nde in der Weststadt errichtet werden, erklĂ€rte Sophian Habel.

Auf die Anfrage von Stadtrat Gerhard Seidel (CDU), welchen Belag sich die Jugendlichen vorstellen, meinte Sören Ueberrein, Kunstrasen sei zu empfindlich und vermutlich auch zu teuer, aber Teppichboden sei geeignet und sehr stabil. Auch ein asphaltierter Platz sei zunÀchst vorstellbar.

25.000 Euro Kosten

Gregor Völker vom Stadtbauamt rechnet mit Kosten von rund 25.000 fĂŒr die Errichtung eines Platzes mit Ballfangzaun, EinzĂ€unung und Toren. Dieser sei dann aber multifunktional nutzbar.

Dies sei eine gut angelegte Investition fĂŒr alle Jugendliche, weg vom Computer und ran an den Sport, sagte Sophian Habel. Und natĂŒrlich könnte auch andere Ladenburger BĂŒrger und Senioren den Platz nutzen.

Der Jugendgemeinderat habe betont, dass sowohl der Bolzplatz als auch der Basketballplatz kaum genutzt wĂŒrden, sagte Stadtrat Bernd Garbaczok (SPD) und er frage sich, warum man nicht einfach nur Tore auf der Neckarwiese aufstellen oder die bestehenden Anlagen „aufpeppen“ könne.

Standortfragen

Auf die Frage, warum der Bolzplatz nicht genutzt werde, antwortete Sophian Habel, dafĂŒr seien die schlechte QualitĂ€t des Bolzplatzes – Löcher im Asphalt – und Probleme mit den Anwohnern verantwortlich.

Die PlĂ€tze und Standorte mĂŒsse man sich zunĂ€chst in Ruhe anschauen, das sei jetzt alles zu kurzfristig, sagte StadtrĂ€tin Gudrun Ruster (Freie WĂ€hler). Und auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) erklĂ€rte, er brauche mehr Informationen. GĂŒnter BlĂ€ĂŸ (CDU) bedankte sich bei den Jugendlichen fĂŒr ihr Engagement, aber bei den Haushaltsberatungen mĂŒsse man erst mal sehen, „ob wir Geld ĂŒbrig haben“. Der Standort an der Bleiche sei mit der Altstadtsatzung nicht vereinbar, erklĂ€rte Dr. Meinhard Georg (CDU).

Der Vorschlag von BĂŒrgermeister Rainer Ziegler, den Antrag zu vertagen, wurde allgemein begrĂŒĂŸt und angenommen.

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