Sonntag, 19. November 2017

„Elterninitiative CBG Sanierung“: Der falsche Plan zur richtigen Zeit

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Das Carl-Benz-Gymnasium: Sanierungsbed├╝rftig. Bild: ladenburgblog

Guten Tag!

Ladenburg, 19. Mai 2010. Eine Elterninitiative „Sanierung CBG“ will sich selbst um dringende baulich-r├Ąumliche Missst├Ąnde beim Carl-Benz-Gymnasium k├╝mmern – die Verzweiflung gro├č, der Wille scheint vorhanden, die Aussichten auf Erfolg dieser Idee sind suboptimal.

Von Hardy Prothmann

Auf meine Frage, was man den beispielsweise mit 20.000 Euro Spendengelder renovieren k├Ânnte, bekam Frau Inge B├Ârdlein-Wahl gro├če Augen. Es war der Vertreterin der Elterninitiative „Sanierung CBG“ anzusehen, dass sie mit „so viel“ Geld gar nicht rechnet.

Dabei sind 20.000 auf den ersten Blick viel Geld – tats├Ąchlich aber nicht mehr als der Tropfen auf den hei├čen Stein.

Rechenexempel

Aber gut. Lassen Sie uns rechnen: 130 Eltern haben ihre Unterst├╝tzung signalisiert. Wie viele abspringen ist unklar, ebenso, ob noch welche dazukommen.

Mal angenommen, es bleibt dabei und alle spenden 100 Euro. Das sind dann 13.000 Euro. Mal angenommen Betriebe spendeten auch noch etwas, was sich die Initiative w├╝nscht und die Benefiz-Gala l├Ąuft gut, k├Ânnten also bis zum Herbst, wenn das Architektenb├╝ro Salinger einen Sanierungsentwurf vorlegt, vielleicht 15.-16.000 Euro zusammenkommen. Vielleicht.

Aber mal angenommen, das w├Ąre so. Was macht man mit so viel Geld? Fenster, B├Âden, Toiletten jedenfalls saniert man damit nicht. Das aber sind die Hauptprobleme.

Es gibt aber noch kleinere Probleme. Beispielsweise sollen Abfalleimer auf den M├Ądchentoiletten fehlen. Das k├Ânnte man von diesem Geld bezahlen. Auch Farbe f├╝r die W├Ąnde. Und dann? Hat man immer noch Geld, das man kaum sinnvoll wird einsetzen k├Ânnen, ohne das eine sp├Ątere Sanierung diese „Investititonen“ wieder zunichte macht. Genau das will die Elterninitiative aber vermeiden.

Und mal angenommen, alle Klassenzimmer k├Ânnten gestrichen werden und alles Geld w├Ąre also „sinnvoll“ investiert?

Sch├Ânmalerei ver├Ąndert nichts am Gang der Dinge.

Dann wird trotzdem erst Ende 2011 durch die Stadt ein Antrag auf Generalsanierung gestellt, der fr├╝hestens 2013 beginnen w├╝rde. Als erst in drei Schuljahren. Was macht die Initiative bis dahin? Jedes Jahr neu streichen?

Und wenn sie das machen w├╝rde und jemand von der Schulbeh├Ârde k├Ąme, s├Ąhe es zumindest sch├Ân gestrichen aus, der Eindruck also besser als der Zustand ist. Aber Eindr├╝cke machen Druck, gute in dem Fall weniger, schlechte st├Ąrkeren.

So gedacht, ist es eigentlich das falsche politische Zeichen, den maroden Zustand der Schule aufzuh├╝bschen.

Es ist der erste Gedanke, ein konventioneller Weg.

Wer etwas durchsetzen will, muss aber politisch denken. Und Politik ist ├╝ber die kommenden Jahre vor allem eine Politik, die den Mangel verwaltet – hier wird nur der bedient, der absolut bed├╝rftig ist oder den gr├Â├čten Druck aufbauen kann.

Die Zust├Ąnde am CBG sind nicht gut, aber noch steht die Schule, noch findet Unterricht statt und noch machen viele Kinder ein ordentliches Abitur – dann kanns ja nicht so schlimm sein.

Nur Druck wird helfen, die Sanierung zu beschleunigen.

Bei der Vorstellung zur geplanten Benefiz-Gala wird Kritik ge├╝bt, auch am B├╝rgermeister Ziegler und dem Gemeinderat. Das ist gut so, ohne gro├čen Druck wird der klamme B├╝rgermeister sich nicht bewegen, denn er muss t├Ąglich jede Menge Druck aushalten und ist das schon gewohnt.

Die „Toilettendemo“ hat Eindruck gemacht – mehr aber auch nicht. Von der Idee her ein geeigneter Einsatz, verpufft die Wirkung, wenn es eine einzelne Aktion geblieben sein sollte.

Der Druck muss aber auch auf das Land ausge├╝bt werden und auf die Landtagsabgeordneten. Unaufh├Ârlich, unnachgiebig, ├Âffentlichkeitswirksam – denn von dort muss das meiste Geld kommen.

Die kommende Landtagswahl ist ein guter Hebel.

Die Schulpolitik wird das dominierende Wahlkampfthema zur Landtagswahl am 27. M├Ąrz 2011 sein – ein besseres Zugpferd kann man sich nicht w├╝nschen. Man muss es nur vor den eigenen Karren spannen.

Mal angenommen, es kommen tats├Ąchlich 15.-20.000 Euro Spenden zusammen, w├Ąre das Geld besser in eine Kampagne investiert, die den politischen Entscheidungsprozess beschleunigt: Eine PR-Agentur, in Briefe ans Land, in Transparente, in Aktionen, in alles, was ├Âffentlich den Druck erh├Âht.

Sonst dauert es noch die erwarteten mindestens f├╝nf bis sechs Jahre, bevor fr├╝hestens eine Generalsanierung (die ebenfalls bestimmt zwei bis drei Jahre in Anspruch nimmt) begonnen werden wird.

Alle Eltern m├╝ssen ins Boot.

Die Solidarit├Ąt der Eltern, deren Kinder jetzt in die neunte Klasse oder dar├╝ber gehen, wird man nur schwer mobilisieren k├Ânnen – die haben sich ├╝berwiegend mit den Zust├Ąnden abgefunden – und wenn nicht, wird der Druck bei ihnen desto geringer, je n├Ąher das Abi der Kinder r├╝ckt.

Viele dieser Eltern haben sich f├╝rs „marode“ CBG entschieden: 5 neue Klassen gibt es zum kommenden Schuljahr. Bild: ladenburgblog

Im kommenden Schuljahr wird es mit rund 150 Sch├╝lern f├╝nf neue Klassen geben – mehr geht nicht. Das hei├čt aber auch – immer noch schicken genug Eltern ihre Kinder auf die „Schule ihrer Wahl“ – dann kanns ja nicht so schlimm sein?! Oder wissen diese Eltern es nicht besser oder haben sie keine andere Wahl?

Man m├╝sste schon die Eltern ansprechen, deren Kinder einmal von der Grundschule aufs CBG wechseln sollen. Mal angenommen, die Sanierung beginnt tats├Ąchlich in f├╝nf Jahren, muss man sogar die Eltern der Vorschulkinder mit ins Boot holen – denn deren Kinder erleben dann zuerst eine Schule, die gerade saniert wird – mit all den damit verbundenen Nachteilen durch die Bauaktivit├Ąten.

Die Sanierung wird zun├Ąchst alles noch schlechter machen.

Diese Kinder werden in Containern unterrichtet werden, der miesesten „Klassenzimmeratmosph├Ąre“, die man sich vorstellen kann. Das wird auf Zeit noch unertr├Ąglicher sein, als die jetzigen Zust├Ąnde.

Der einzige Unterschied: Hat die Sanierung mal begonnen, ist ein Ende absehbar. Solange sie noch nicht begonnen hat, gelten die herrschenden Zust├Ąnde auf unabsehbare Zeit.

Der Wille der Eltern, etwas zu ver├Ąndern ist gut und wichtig, er verfolgt aber den falschen Plan zur richtigen Zeit.

├ťber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gr├╝ndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Portr├Ąts und Reportagen oder macht investigative St├╝cke.

  • MeinKind

    Sehr geehrte Redaktion,

    ich bin durch facebook auf Ihr Angebot aufmerksam geworden. Gestern habe ich im Internet den Mannheimer Morgen-Artikel gelesen und heute ihren Kommentar.
    http://www.morgenweb.de/region/ladenburg/20100520_mmm0000000032748.html

    Ich bin ersch├╝ttert ├╝ber die Zust├Ąnde am CBG. Meine Tochter ist in der 3. Klasse. Eigentlich dachte ich, dass sie mit ihren guten Noten dann selbstverst├Ąndlich hier in Ladenburg auf die Schule geht. Das muss ich nun ├╝berdenken.

    Ganz ehrlich habe ich als alleinerziehende Mutter keine Zeit, f├╝r etwas zu k├Ąmpfen. Ich k├Ąmpfe f├╝r mich und meine Tochter. mehr Kraft habe ich nicht, auch wenn ich die gerne h├Ątte.

    Ich frage mich immer wieder, warum das hier bei uns alles so schlimm ist? Ich will wie jede Mutter nur das beste f├╝r mein Kind. Daf├╝r strenge ich mich sehr an – strengen sich andere auch an?

    Ich bezweifle das immer mehr. Aber ich bin noch mehr verzweifelt, weil ich mich ohnm├Ąchtig f├╝hle. Keine einzige Schule im Umkreis ist ohne gro├če Probleme. Auch die Privatschulen nicht, die kann ich mir aber sowieso nicht leisten.

    Der Kommentar hat mich sehr bewegt. Ich w├╝rde gerne k├Ąmpfen. Aber selbst in der Grundschule wird alles nur abgenickt. WEnn ich eine Frage stelle, merke ich, dass die andern Eltern eigenlich kein Interesse haben, es sind ja auch nur zwei Drittel da am Elternabend. Die anderen habe ich noch nie gesehen. Und wer da ist, sagt und fragt nichts. Das ist deprimierend.

    Die Zust├Ąnde am Ladenburger Gymnasium sind noch schlimmer, was man liest. Ich will, das mein Kind es gut hat in der Schule, ich bin auf Betreuung angewiesen. Irgendwie habe ich nur gedacht, als ich den MM-Artikel gelesen habe, dass das CBG und Afrika nicht weit auseiander liegen. Das h├Ąngt vom Standpunkt ab. In Athiopien w├Ąren sie wahrscheinlich um ein Geb├Ąude wie vom CBG froh, wir nicht. Und eine Benefiz-Veranstaltung soll hier wie da helfen. Wie geht das? Hier und da?

    Sie schlagen Protest vor – daf├╝r braucht man aber eine Meinung. Wenn ich mir anschaue, wie die Eltern alles hinnehmen, kann ich nur sagen, dass es keinen Protest geben wird. Sonst w├Ąrs ja auch nicht so weit gekommen, oder?

    Mein Leben ist durch Kampf gepr├Ągt, jeden Tag. Ich verlasse mich schon lange nur auf mich selbst. Und ich versuche, eine gute Entscheidung f├╝r meine Tochter zu treffen. Das CBG ist keine gute Entscheidung. Daf├╝r habe ich mich entschieden.

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Danke f├╝r Ihren Kommentar.

      Wir m├Âchten darauf hinweisen, dass unser kritischer Kommentar dem baulichen Zustand der Schule gilt und nicht den Leistungen der Lehrer oder dem Einsatz der Eltern.

      Tats├Ąchlich halten wir es aber f├╝r fragw├╝rdig, ob das sicherlich positive Engagement sp├╝rbare Verbesserungen nach sich ziehen wird – das ist eine Meinungs├Ąu├čerung, die mit einer Argumentation belegt wird.

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das ladenburgblog

    • heddy

      Sch├╝ler trinken nichts, um nicht auf die stinkenden Toiletten zu m├╝ssen, steht im MM. Ersch├╝tternd! Das ist ja schon gesundheitssch├Ądigend.

      • Dasladenburgblog

        Guten Tag!

        Dies wurde behauptet – belegt wurde es nicht. Allerdings wurde es auch nicht von Herrn Rei├č, sondern einer anwesenden Dame behauptet – Herr Rei├č formulierte im Konjunktiv: „Es w├Ąre ersch├╝tternd…“

        Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
        Das ladenburgblog

      • Exil-Ladenburgerin

        Muss dazu sagen, das meine Nichte, die Schuelerin am CBG ist, dieses bestaetigt!!

  • eine-mutter

    Hallo,
    schade, dass die Initiative der Eltern in diesem Artikel so negativ bewertet wird. Protest ist eine M├Âglichkeit, konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten zum Wohl der Kinder eine andere. Die Elterninitiative kann ja beide M├Âglichkeiten kombinieren und f├╝r das Geld gibt es mit Sicherheit auch genug sinnvolle Einsatzm├Âglichkeiten.
    Die Sch├╝lerinitiative finde ich au├čerdem beeindruckend.
    F├╝r MeinKind alles Gute, Sie k├Ânnen ihr Kind bedenkenlos aufs CBG schicken, an anderen Schulen herrschen vergleichbare Probleme, an dieser Schule gibt es offensichtlich aktive Eltern, die konstruktiv mit Schulleitung, Lehrern, Sch├╝lern, Arbeitsgruppen, SMV etc. zusammenarbeiten. Was f├╝r eine tolle Schule, wo alle so effektiv zusammenarbeiten, macht weiter so!

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Danke f├╝r Ihren Kommentar.

      Sie schreiben: „Schade, dass die Initiative der Eltern in diesem Artikel so negativ bewertet wird“, und stellen sich „Protest“ und „konstruktive Zusammenarbeit“ gleicherma├čen vor. Wir nennen das „Spagat“.
      Haben Sie eine Idee, wie das gehen soll? Dann schreiben Sie das auf – wir sind sehr gespannt.

      Der CBG-Personalrat hat sich vor einiger Zeit auch ge├Ąu├čert: Unw├╝rdiger Zustand.

      Was beeindruckt Sie an der Sch├╝lerinitiative? Da h├Ątten wir gerne ein Argument gelesen.

      Kritik wird heutzutage leider fast ausschlie├člich mit „negativ ├╝bersetzt, dabei hei├čt das Wort einfach nur „sich mit etwas auseinandersetzen“. Das macht einen sehr gro├čen Unterschied.

      Wenn Sie den Text nochmals lesen und „Kritik“ nicht mit „negativ“ ├╝bersetzen, verstehen Sie auch den letzten Satz des Kommentars: „Der Wille der Eltern, etwas zu ver├Ąndern ist gut und wichtig, er verfolgt aber den falschen Plan zur richtigen Zeit.“

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Das ladenburgblog

      • eine-mutter

        Hallo,
        Dass man protestieren (am besten auch auf Landesebene, da haben Sie sicher recht) und trotzdem mit allen Betroffenen gemeinsam weitere Schritte unternehmen kann, ist f├╝r mich kein Spagat sondern eine Art der Kooperation, man muss doch nicht sagen, „ist ja alles toll hier, lass es uns verbessern“ oder „alles schlecht aber kooperieren m├Âchte ich nicht“.
        Dass Sch├╝ler auch ├╝ber ihre eigene Lebenswelt hinausschauen finde ich gut, dass muss man nicht begr├╝nden. Ich finde, positive Kritik zu ├╝ben genauso wichtig, wie negative Kritik.
        Trotz allem hat Ihr Artikel f├╝r mich einen negativen „Klang“, die Eltern scheinen relativ naiv und un├╝berlegt zu handeln. Das sehe ich anders, ich denke sie handeln realistisch und durchdacht.
        Gr├╝├če
        eine-mutter

  • Exil-Ladenburgerin

    Habe den Artikel gerade gelesen. Und jetzt geht mir so Einiges durch den Kopf. Druck machen waere hier auch meine Devise. Vor allem aber, als zukuenftige Eltern wuerde ich die Schule mal ganz genau unter die Lupe nehmen ehe ich mich dazu entschliessen wuerde, mein Kind dorthin zu schicken. Zukuenftige Eltern, die Druck machen wuerden die Kampagne zur Sanierung mit Sicherheit antreiben. Wer moechte schon, das sein Kind in einer solch‘ tristen, heruntergekommenen und deprimierenden Umgebung 7 oder 8 Jahre lang lernen muss. Gibt es nicht andere Schulen, die eine solche Kampagne bereits erfolgreich hinter sich gebracht haben und von denen man vielleicht noch etwas diesbezueglich lernen kann?

  • Uwe Schmidt

    Sehr geehrter Herr Prothmann. Man merkt wieder einmal wie gut Sie zuh├Âren, wenn Sie irgendwelche Leute Interviewen. Da ich unmittelbar nach Ihnen ein Gespr├Ąch mit Frau Inge B├Ârdlein-Wahl hatte, habe ich ein paar Worte zwischen Ihnen und ihr zwangsweise mitbekommen. Die Generalsanierung beginnt nicht in 5 Jahren. In 5 Jahren wird ein Entwurf vorgelegt, wie diese aussehen k├Ânnte. Die eigentliche Sanierung ist nochmal sp├Ąter.

    Und mit dem gewonnenen Geld werden sehr wohl auch die Fu├čboden erneuert. Es gibt sogar schon Pl├Ąne, dass die Sch├╝ler mehrere Wochen die Putzfrauen ersetzen und mit dem gesparten Geld die Fu├čb├Âden erneuert werden. Da das Geld nicht reicht, plant die Initiative dort zu unterst├╝tzen. Auch bez├╝glich der M├╝lleimer oder der fast nie vorhandenen Seife wollen die Eltern helfen.

    Des weiteren m├Âchte ich darauf hinweisen, dass auch ich die Elterninitiative nicht 100% richtig finde, beziehungsweise die Pl├Ąne der Initiative nicht f├╝r 100% bef├╝rworte. Aber im gro├čen und ganzen gehe ich davon aus, dass die Initiative Erfolg haben wird.

    Mit freundlichen Gr├╝├čen
    Uwe Schmidt

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Ich bin ehrlich erstaunt, dass Sie ein Gespr├Ąch „zwangsweise“ mitbekommen haben wollen – war doch kein Uwe Schmitt bei dem Termin anwesend.
      Noch erstaunter bin ich dar├╝ber, dass Sie behaupten, ich h├Ątte Frau B├Ârdlein-Wahl nicht richtig „zugeh├Ârt“ und das auch noch bei einem „Interview“. Ich habe mit Frau B├Ârdlein-Wahl ├╝berhaupt nicht ├╝ber den Beginn der Sanierung gesprochen – auch im Text l├Ąsst sich das nirgendwo finden. Dort werden nur Vermutungen angestellt, wann diese fr├╝hestens kommen k├Ânnte. Niemand kann zur Zeit einen genauen Termin nennen. Definitiv falsch ist Ihre Behauptung, in f├╝nf Jahren w├╝rde erst ein Entwurf vorgelegt werden.

      Ebenso zweifelhaft ist die Aussage, dass mit dem „gewonnenen“ Geld die Fu├čb├Âden erneuert werden – das Geld soll so investiert werden, dass diese Investitionen die Sanierung „├╝berleben“. Das w├Ąre bei Fu├čb├Âden garantiert nicht der Fall. „Putzig“ ist Ihre Behauptung, es g├Ąbe Pl├Ąne, dass „die Sch├╝ler f├╝r mehrere Wochen die Putzfrauen ersetzen sollen“, um das „gesparte Geld in Fu├čb├Âden“ zu investieren.

      F├╝r Seife und M├╝lleimer wird das Geld sicherlich reichen, da stimme ich Ihnen zu.

      Sch├Ân, dass Sie mich darauf hinweisen, was Sie von der Initiative halten – sch├Âner w├Ąre, sie erkl├Ąrten, was Sie tats├Ąchlich gut und nicht so gut finden. Wie das geht, k├Ânnen Sie in meinem Kommentar nachlesen.

      Im Text wird die Initiative begr├╝├čt – allerdings am Erfolg gezweifelt. Es handelt sich dabei um eine Meinungs├Ąu├čerung im Anschluss an die aufgef├╝hrten Argumente:
      „Der Wille der Eltern, etwas zu ver├Ąndern ist gut und wichtig, er verfolgt aber den falschen Plan zur richtigen Zeit.“

      Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
      Hardy Prothmann
      Redaktion ladenburgblog