Sonntag, 19. November 2017

„Eine Kakagugubongobeere im Schlabbersalat wäre eine Katastrophe!“

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Guten Tag!

Ladenburg, 19. Oktober 2010. 25 Kinder der Astrid-Lindgren-Schule haben seit den Sommerferien intensiv ihren Auftritt für das Kindermusical „Ein Fest für König Gugubo“ geprobt – am Wochenende gab es eine Generalprobe und zwei Vorstellungen „vor vollem Haus“. Sehr schön für die Kinder: Alle Hauptrollen waren doppelt besetzt.

Von Benjamin Schumacher

Das Kindermusical „Ein Fest für König Gugubo“ des Kinderchors des Liederkranzes verwandelte die Sporthalle der Astrid-Lindgren-Schule am 15., 16. und 17. Oktober 2010 in das „Tal der Gugus“.

Zurück in die Steinzeit.

Im Tal der Gugus wirft ein Großereignis seine Schatten voraus: König Gugubo’s Geburtstag steht vor der Tür. Bei den „Gugus“ und die „Tschugs“, den beiden Ur-Stämmen, dreht sich alles nur noch um die Vorbereitung des königlichen Festes- und das auch noch trotz unterschiedlicher Stammessprachen; sagen die Tschugs stattt „Hallo“, „Tschüß“ oder statt „Nutellabrot“ einfach nur „tschug tschug“ , haben die Gugus mit Ihrem „Wotz“ sogar einen kreativen Worteerfinder in ihren Reihen – das erschwert die Völkerverständigung dank gemeinsamen Liedern aber ganz und gar nicht. Der Steinzeitparty zu Ehren von König Gugubo steht nichts im Weg.

Wären da nicht Grumpf Grimmig und Meck Miesepit, die sich selbst als die größten Spielverderber der Steinzeit bezeichnen. Die machen Ihren Namen alle Ehre und wollen die Stimmung vermiesen: „Partys sind doof!“. Sie haben es auf den begehrter Schlabbersalat abgesehen, auf den sich König Gugubo als Geburtstagsessen so sehr freut.

Lecker: Schneckenschleim und Fliegendreck.

Davon ahnt das Festkomittee zunächst nichts. So sind der bequeme Riese Matze und auch Grete, die von einem Nashorn träumt und singt und auch die feuermachenden Knorfe voller Vorfreunde auf das Fest und sorgen mit Ihrem Sologesängen dafür, dass der Funke auch auf das Publikum überspringt, während der Stammeskoch den begehrten Schlabbersalat mit leckeren Krähenfüßen, Hühneraugen, Schneckenschleim und Fliegendreck anrichtet.

Die größte Katastophe wäre allerdings, wenn der köstliche Salat durch eine Kakagugubongobeere verdorben würde – bei Nacht und Nebel gelingt aber genau das den Spaßbremsen Grimmig und Miesepit, die mit ihrer frechen Art beim Publikum dennoch gut ankommen.

König Gugubo im Salatbottich.

Die Party steigt und es passiert die Beinahekatastrophe: König Gugubo stürzt aus Übereifer in den Salatbottich! Die Leckerei ist dahin, doch die Stimmung kocht weiter, so dass sich sogar Grimmig und Miesepit mitreisen lassen und das ganze Tal ausgelassen und unter großem Beifall der Zuhörer der Feierlaune freien Lauf lässt.

Der musikalischen Leiterin Sabine Dietenberger gelang die bunte und lustige Inszenierung des Musicals – Ihre Arbeit schenkte den mitwirkenden Kindern und den Gästen Freude und Spass. Neben dem E-Piano sorgte Felix Kailich mit Cajón und Bongos sehr gekonnt für einen mitreißenden Rythmus.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.