Mittwoch, 17. Januar 2018

12 von 14 Antr├Ąge bewilligt

Jede Menge Bauvorhaben, jede Menge Zustimmung

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Ladenburg, 17. September 2013. (red/ms) Nachdem der Technische Ausschuss des Gemeinedrats letzten Monat pausiert hat, standen vergangenen Mittwoch gleich vierzehn private Antr├Ąge auf seiner Tagesordnung. Zw├Âlf davon auf eine Baugenehmigung, einer auf einen Bauvorbescheid und einer auf eine Befreiung. F├╝r die meisten Antragsteller war es ein guter Abend, denn der Technische Ausschuss stimmte fast allen Bauvorhaben zu. Von Minh Schredle

Gleich drei Antr├Ąge auf eine Baugenehmigung betrafen ein einzelnes Grundst├╝ck: Das Gel├Ąnde der ABB in der Wallstadter Stra├če.

Dort soll eine Fluchttreppe zur Optimierung des Brandschutzkonzeptes angebaut werden. Das Grundst├╝ck liegt zwar im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, das Vorhaben ist aber absolut konform mit diesem. Daher gab es keinerlei planungsrechtliche Bedenken und dem Antrag wurde vom Technischen Ausschuss zugestimmt.

Ebenfalls keine Probleme Probleme gab es mit dem Vorhaben, auf dem Vorplatz der Kantine der ABB neue Besucherparkpl├Ątze zu errichten. Dabei sollen auch Kurzerholungs- und Gr├╝nzonen errichtet werden. Abgelehnt wurde hingegen der Plan der ABB, eine neue Pkw-Zufahrt von der Wallstadter Stra├če zu bauen. ABB wollte so den Pkw- und Lkw-Verkehr an der bereits bestehenden Werkszufahrt entzerren.

Allerdings hatte das Stra├čenbauamt bereits Bedenken ge├Ąu├čert, weil die Kraftfahrer zu weit vorfahren m├╝ssten, um zum Beispiel Radfahrer sehen zu k├Ânen. Auch die Polizei sprach sie dagegen aus. Der Technnischer Ausschuss folgte dieser Empfehlung und lehnte das Bauvorhaben ab. ABB will nun weitere L├Âsungsvarianten pr├╝fen.

Brandschutzma├čnahmen am Kulturdenkmal

Im Clubhaus in der Ilvesheimer Stra├če muss aus Brandsch├╝tzgr├╝nden eine ausreichend gro├če ├ľffnung im Obergeschoss geschaffen werden, um einen zweiten Rettungsweg sicherzustellen. Der Antragsteller plant, den zwischen den Fensterseiten liegenden Holm so zu ver├Ąndern, dass er im Brandfall kippbar ist. Auch dieses Grundst├╝ck liegt im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, allerdings werden nach au├čenhin durch diese Ma├čnahme keine Ver├Ąnderungen sichtbar.

Da es sich um ein Kulturdenkmal handelt, wurden auch der Stadtbildpfleger und die Denkmalschutzbeh├Ârde nach eventuellen Einw├Ąnden gefragt, von beiden Seiten war nichts einzuwenden. Die Feuerwehr ├╝berp├╝fte das Vorhaben ebenfalls und bef├╝rwortet es. Auch der Technische Ausschuss stimmte in seiner Sitzung zu.

Zustimmung f├╝r Vorhaben in Neuzeilsheim und Neubotzheim

Zwei der vierzehn Antr├Ąge betrafen ein Grundst├╝ck im Au├čenbereich Ladenburgs: Neuzeilsheim. Mit dem ersten Antrag sollte gepr├╝ft werden, ob eine geplante Erweiterung eines Wohnhauses genehmigungsf├Ąhig ist. Da das bestehende Wohnhaus in den Augen des Technischen Ausschusses den Anforderungen an eine zeitgem├Ą├če Wohnqualit├Ąt nicht mehr entspricht, stimmte man dem Vorhaben zu.

Im zweiten Antrag ging es um eine Baugenehmigung: Die Antragsteller wollen das bestehende Wohnhaus grundlegend sanieren und umbauen. Zum ├╝bergang wollen sie einen Teil des Erdgeschosses der schon vorhandenen Scheune in eine Wohnung umbauen. Auch hier sah man von Seiten des Technischen Ausschussen keine baurechtlichen Bedenken und stimmte zu.

Ein zweites Bauvorhaben im Au├čenbereichs Ladenburgs betrifft ein Grundst├╝ck in Neubotzheim. Dort will man vor allem die Sanit├Ąranlagen sanieren und die Raumzuschnitte verbessern. Auch hier hatte der Technische Ausschuss nichts auszusetzen.

Umbau in der Kellereigasse mit Auflagen genehmigt

F├╝r eine gr├Â├čere Diskussion sorgte ein Antrag aus dem Innenbereich Ladenburgs. Dort ging es um ein Geb├Ąude in der Kellereigasse, in dessen Erdgeschoss ein Friseursalon und im Ober- und Dachgeschoss Wohnungen sind. Bislang kann eine Toilette vom Friseusalon aus nur ├╝ber das gemeinsame Treppenhaus benutzt werden. Mit Hilfe eines Umbaus soll das ge├Ąndert werden, sodass ein seperater Zugang m├Âglich ist. Zeitgleich sollen ein ├╝berdachter Freisitz und eine Dachterasse errichtet werden.

F├╝r Diskussionen sorgte dieses Vorhaben, weil das Geb├Ąude im Geltungsbereich der Altstadtsatzung liegen und keine Ver├Ąnderung des Ortsbild zul├Ąssig ist und f├╝r die genannten Vorhaben eine Befreiung von der Satzung notwendig ist. Aus Sicht der Verwaltung ist diese Befreiung st├Ądtebaulich vertretbar, gleichzeitig wurden Stellungnahmen von der Stadtbildpflege und der Denkmalschutzbeh├Ârde eingeholt.

Auch die Bodendenkmalpflege wurde informiert und wird am Verfahren beteiligt. Nach reichlichem Abw├Ągen entschied sich der Technische Ausschuss daf├╝r dem Vorhaben zuzustimmen.

Nein zum Neubau hinter der Alten Post

Ein eindeutiges Nein gab es hingegen bez├╝glich des geplanten Neubaus eines Einfamilienhauses auf dem Grundst├╝ck hinter der Alten Post. Das Gel├Ąnde liegt eigentlich an der Scheffelstra├če, geh├Ârt aber noch zur Bahnhofsstra├če. Der Antragssteller wollte hier ein Mehrfamilienhaus mit einem Flachdach und sechs Wohneinheiten bauen. Aufgrund der st├Ądtebaulichen Landschaft und Umgebung sprach sich der Technische Ausschuss gegen dieses Bauvorhaben aus. Nach ausgiebiger Diskussion erfolgte die Ablehnung einstimmig.

├ťber Minh Schredle

Minh Schredle (22) hat 2013 als Praktikant bei uns angefangen und war seitdem freier Mitarbeiter. Von Dezember 2014 bis August 2016 hat er volontiert. Ab September 2016 ist er freier Mitarbeiter bei uns.