Mittwoch, 17. Januar 2018

Altstadtfest wird nicht betroffen sein

Kanalarbeiten in der Hauptstraße werden teurer

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Ladenburg, 16. Mai 2013. (red/ld) Die Kanalarbeiten und Straßenausbesserungsarbeiten, die zwischen der Hauptstraße 4 und der Brauergasse anstehen, werden 70.000 Euro mehr kosten als im Haushalt vorgesehen. Der Gemeinderat beauftragte die Hoch- und Tiefbaufirma Heberger aus Schifferstadt mit den gut 215.000 Euro teuren Maßnahmen. Die Bauarbeiten sollen noch im Mai beginnen und im August abgeschlossen werden. Die Heberger GmbH war bereits im vergangenen Jahr mit der Kanalerneuerung in der Trajanstraße beauftragt worden.

Von Lydia Dartsch

Von zehn Bietern waren vier in die engere Auswahl gekommen. Die Firma Heberger GmbH hatte mit gut 315.000 Euro das günstigste Angebot unterbreitet: 215.000 Euro für die Kanalerneuerung und 137.000 für die Straßensanierung. Im Haushalt 2013 war die Kanalerneuerung mit 145.000 Euro veranschlagt worden und die Straßensanierung mit 137.050 Euro.

Mit den Bauarbeiten soll nun schnellstmöglich begonnen werden. Ziel ist es, pünktlich zum Altstadtfest am 15. September damit fertig zu sein:

Die Firma hat uns die Frist zugesichert. Wenn es knapp werden sollte, werden sie auch samstags arbeiten, wie in der Trajanstraße vergangenes Jahr,

sagte Gregor Völker vom Stadtbauamt.

Sie werden sich Ihren guten Ruf nicht dadurch vermiesen, dass Sie das Altstadtfest gefährden,

sagte Wolfgang Luppe (FDP) zu Herrn Völker.

Der sicherte auch zu, die Altstadt nicht unnötig mit Lkw-Verkehr belasten zu wollen:

Normalerweise werden solche Kanäle entgegen der Fließrichtung bergauf gebaut. Dann kann man auf die letzten Meter noch Ungenauigkeiten regulieren. Die Firma hatte vorgeschlagen, dass wir hier am höchsten Punkt anfangen, mit dem Vorteil, dass die beladenen Lkw nicht durch die Altstadt fahren müssen,

sagte Herr Völker.

Die 70.000 Euro Mehrkosten für die Kanalerneuerung waren notwendig geworden, weil zwischen der Stadtbibliothek und der Brauergasse ein Regenwasserkanal in 1,65 Metern Tiefe liegt, zusätzlich zum dort verlaufenden Mischwasserkanal. Dieser war in den Bestandsplänen der Stadt nicht vorhanden, aber in Betrieb und an die Straßenabläufe angeschlossen. Dieser Kanal muss zusätzlich ausgebaut werden.

Der Kanal war in den digitalen Plänen nicht verzeichnet. Sowas passiert auch mal,

sagte Bürgermeister Rainer Ziegler

Im Angebot der Firma Heberger sind darüberhinaus Leistungen zur Bodenverbesserung und zum Bodenaustausch vorgesehen. Die Kosten dafür liegen zwischen 25.000 und 30.000 Euro. Abhängig vom Wetter sollen diese Leistungen weniger umfangreich ausfallen und damit günstiger werden. Die Verwaltung geht davon aus, dass dies der Fall sein wird.

Ilse Schummer (SPD) fragte, was mit den Pflastersteinen geschehen werde, die bei der Straßensanierung ausgebaut werden. Das Material werde auf dem Bauhof eingelagert, verkauft und möglicherweise zu Schotter verarbeitet, sagte Herr Völker. Man könne sie aber auch erwerben, um damit beispielsweise Mauern zu bauen:

Die Steine wären zum Schottern viel zu schade,

sagte Frau Schummer.

Über Lydia Dartsch

Lydia Dartsch (31) hat erfolgreich ihr Volontariat beim Rheinneckarblog.de absolviert und arbeitet nun als Redakteurin. Die studierte Politikwissenschaftlerin und Anglistin liebt Kino, spielt Gitarre und sportelt gerne.