Donnerstag, 19. Oktober 2017

Drachenbootrennen 2012

Wellen, Wind und weniger Besucher zum Start

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Widrige Bedingungen - starker Wind sorgte fĂŒr einen welligen Neckar.

 

Ladenburg, 15. Juli 2012. (red) Das 8. Drachenbootrennen fand unter widrigen Bedingungen statt. Der Wind sorgte am Samstag fĂŒr ordentlich Wellen auf dem Neckar und eher eine ungemĂŒtliche AtmosphĂ€re. Die Mannschaften hielten tapfer durch – aber es waren deutlich weniger Zuschauer beim sportlichen Teil zugegen. Die Beachparty hingegen zog wieder viele Besucher an.

Von Hardy Prothmann

Klar – das Wetter war unfreundlich. Angesichts des Winds und des hohen Regenrisikos hatten eindeutig weniger Menschen Lust, sich am Neckar durchpusten zu lassen als in den vergangenen Jahren. Die Mannschaften hielten tapfer durch – ist ja schließlich ein Wassersport und nass wird man dabei allemal.

Lediglich im Bereich der „TribĂŒne“ am Landessteeg waren Freunde und Familien zuhauf vertreten und bei einem Schauer rĂŒckte man unter dem Bootsanleger-Denkmal einfach ein bisschen zusammen.

Das Publikum war freundlich interessiert, die Party-Stimmung kam eher von den verschiedenen Gruppen, die sich in ihren Verkleidungen lautstartk prĂ€sentierten. Es gab immer wieder „Voice-Battles“ zwischen den einzelnen Mannschaften, freundlich friedliches „Gefrotzel“.

Am Abend kamen mehr GĂ€ste, vor allem jĂŒngere – obwohl die Wetteraussichten immer noch nicht gut standen. DafĂŒr stand die Beachparty auf dem Programm.

Die Frage ist, wie sich das Drachenbootrennen weiter entwickelt. Wenn es mehr und mehr Party wird, als ein breitensportliches Ereignis zu sein, wird es in der Zukunft sehr viel Druck geben. Schon in den vergangenen Jahren haben die Anwohner ĂŒber die LĂ€rmbelĂ€stigung geklagt. Dieses Jahr sollten neu ausgerichtete Boxen fĂŒr weniger LĂ€rm sorgen. Man wird sehen, wie die Reaktionen von Uferbewohnern und von der Seite Edingen-Neckarhausens sein werden.

Mindestens problematisch ist die Entwicklung zum Sauffest fĂŒr Jugendliche – bereits nach 21 Uhr war ein Großteil der sehr vielen Jugendlichen nicht mehr nĂŒchtern. Die Polizei war mit vierzehn zusĂ€tzlichen Beamten im Einsatz und hatte gut zu tun.

Haufen von Flaschen, Glasscherben und sonstiger Dreck sind keine „schöne“ Begleiterscheinung des Drachenbootrennens. Hier ist der Verein aufgerufen zu handeln, um den sportlichen Geist hoch zu halten und nicht das Image einer Saufparty zu verfestigen.

Viel Freude mit den Fotos:
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Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.

  • FunnyBunny

    „Die Frage ist, wie sich das Drachenbootrennen weiter entwickelt. Wenn es mehr und mehr Party wird, als ein breitensportliches Ereignis zu sein, wird es in der Zukunft sehr viel Druck geben.“
    –> Die Beach Party ist schon jeher mit dabei und ein toller Zusatz fĂŒr die Teams, die dort mit Ihren Familien und Freunden das Ereignis in toller Umgebung erleben. Es wurde in den letzten Jahren weder mehr noch weniger Party gemacht! Das sollten Sie wissen, sie haben ja immer sehr nett und ehrlich berichtet.

    Ich bin in der Nacht in Neckarhausen am Ufer entlang nach Hause gefahren: kurz nach 12 Uhr verstummte die Musik, die bis dahin mit weniger Bass und LautstĂ€rke deutlich angenehmer ausfiel. Auf meinem weiteren Weg konnte ich nur noch dies wesentlich lautere Musik vom „Rund ums Schloss“-Event hören, welche mir auch noch bis frĂŒh in den Morgen Zuhause erhalten blieb!

    Ich habe gehört, dass es nun auch von Seite einiger Anwohner aus Ladenburg Ärger gibt! Dazu fĂ€llt mir nur ein: Was erwartet man, wenn man neben ein FestgelĂ€nde in einer solch lebhaften Stadt zieht?

    „Mindestens problematisch ist die Entwicklung zum Sauffest fĂŒr Jugendliche“
    –> Das ist eine furchtbare Entwicklung, die mich dieses Mal auch frĂŒher als sonst nach Hause getrieben hat.
    Nur sehe ich hier weniger die Veranstalter in der Pflicht als vielmehr die Eltern, die ihre jungen Sprösslinge um die Zeit besoffen auf der Straße rum rennen lassen!
    Ich bin noch nicht so alt, aber bei mir hĂ€tte es richtig Ärger gegeben wenn ich mit 14 betrunken Heim gekommen wĂ€re!

    Der Haufen an Dreck ist wohl zum Großteil dieser Besuchergruppe zuzuschreiben. Wie soll ein Verein da handeln?
    Macht man Einlasskontrollen mĂŒsste man ja das gesamte GelĂ€nde abriegeln und wĂŒrde somit die schöne AtmosphĂ€re völlig zerstören.
    Außerdem wĂŒrden die Kids dann eben vor dem Tor saufen und das wĂ€re wohl noch nĂ€her bei den Anwohnern!

    Ich war im Übrigen begeistern und ĂŒberrascht, wie gut das GelĂ€nde am Sonntag zu Rennbeginn wieder ausgesehen hat!
    Hier scheinen sich einige Leute viel MĂŒhe gemacht zu haben!

    Danke fĂŒr das tolle Event- macht weiter so und lasst euch von ein paar wenigen „Spießern“ und der dazu passenden Berichterstattung nicht unterkriegen!

    • FunnyBunny

      Die Polizei, mit 14 Beamten ausgerĂŒstet, könnte einfach auch mal „ĂŒbertrieben“ Ausweiskontrollen durchfĂŒhren. Wer sich nicht asuweisen kann oder zu jung ist kann auf der Wache von den Eltern abgeholt werden.
      Wird nicht bei allen Eltern ziehen, bin mir aber sicher, dass es auf Dauer fruchtet!