Donnerstag, 19. Oktober 2017

Sitzung am 11. Juli 2012

Technischer Ausschuss lehnt Oberlicht auf Bungalow ab

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Ladenburg, 15. Juli 2012. (red/sap) Diskussion um die Erweiterung der WohnflĂ€che bei einem Bungalow in der Domitianstraße durch ein Oberlicht im Bereich des Atriums. Bauantrag wird vom Technischen Ausschuss abgelehnt.

Von Sabine Prothmann

Die Antragsteller planen das Atrium ihres eingeschossigen, unterkellerten Wohnhauses mit einem Oberlicht zu ĂŒberdachen, um die WohnflĂ€che zu erweitern. Das Oberlicht soll eine GrundflĂ€che von rund 16 Quadratmetern besitzen und etwa 1,30 Meter hoch sein.

Mit der Erweiterung werde die zulĂ€ssige GrundflĂ€chenzahl um 33,50 Kubikmeter, also um knapp 29 Prozent ĂŒberschritten, berichte BĂŒrgermeister Ziegler. Die Verwaltung halte das Bauvorhaben stĂ€dterechtlich fĂŒr vertrĂ€glich, da es sich lediglich um einen Verschluss des Daches handle.

Rainer Ziegler berichtete, dass es Beschwerden aus der Nachbarschaft gĂ€be, doch den Nachbarn gehe es nicht um die Überschreitung der GrundflĂ€che, sondern um die Erhöhung. Diese sollte nach Ansicht der Nachbarschaft tiefer liegen.

Hier gehe es um die optische Wirkung, bestĂ€tigte auch Gemeinderat Uwe Wagefeld (CDU). In dem Baugebiet sei auf den FlachdĂ€chern nur eine Lichtkuppel zu lĂ€ssig. „Warum baut man keine Lichtkuppel, damit das GebĂ€ude nicht so hoch wird?“, wollte auch Dr. Rudolf Lutz (FDP) wissen. Er habe zwar VerstĂ€ndnis fĂŒr die Anrainer, aber er sehe aus rechtlicher Sicht keine AblehnungsgrĂŒnde, sagte der BĂŒrgermeister.

„Wenn ich die WohnflĂ€che erweitern will, brauche ich nicht 1,30 Meter aufsetzen“, meinte auch Steffen Salinger (SPD). Dieses Oberlicht könne man von der Straße aus ĂŒber alle DĂ€cher hinweg sehen, den 1,30 Meter seien ein halbes Geschoss.

BĂŒrgermeister Ziegler gab zu bedenken, der EigentĂŒmer habe das Haus erworben im Glauben, dass er aufstocken könne, dies habe aber das RegierungsprĂ€sidium abgelehnt. VerstĂ€ndnis fĂŒr das Bauvorhaben zeigte Christian Vögele (CDU): „Ich kann dem Ganzen nur zustimmen.“

Doch bei der Abstimmung konnten sich nur drei der Ausschussmitglieder fĂŒr das Vorhaben erwĂ€rmen, sechs stimmten dagegen und einer enthielt sich. Nun muss das Baurrechtsamt den Antrag prĂŒfen.

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