Montag, 23. Oktober 2017

Technischer Ausschuss am 11. Juli

Mehr Kühe, mehr Gülle und mehr Leistung

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Ladenburg, 15. Juli 2012. (red/sap) Der Milchviehbestand auf dem Hof der Familie Maas in Neubotzheim wächst und gleichzeitig soll die bestehende Biogasanlage erweitert werden. Thomas Maas berichtete im Technischen Ausschuss. Zustimmung vom TA und positive Stellungnahme der Stadt.

Von Sabine Prothmann

Die Familie Maas betreibt nord-westlich ihres Hofes in Neubotheim eine baurechtlich genehmigte Biogasanlage. Schon 2009 wurde die Biogasanlage auf eine Leistung von einem Megawatt ausgeweitet.

Nun soll der Milchviehbestand um einen Stall vergrößert werden – anstelle von 33 Kühen sollen hier demnächst 80 Kühe untergebracht werden, wie Thomas Maas, bei seinem Bericht im Technischen Ausschuss berichtete.

Der Stallausbau wurde bereits genehmigt und auch die Biogasanlage soll erweitert werden. Es sollen künftig zwei Blockheizkraftwerke mit je 629 kW Feuerwärmeleistung betrieben werden.

Um ausreichend Lagerkapazität für das vergorene Substrat vorzuhalten, ist der Bau eines Endlagerbehälters mit einem Durchmesser von 33 Metern und einer Bauhöhe von 6 Metern, also insgesamt 5.129 Kubikmetern vorgesehen.

Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Die anfallende Motorwärme wird bereits genutzt, um die umliegenden Gebäude zu beheizen.

Gefüttert wird die Anlage mit Maissilage, zuckerrübenschnitzel, Ganzpflanzensilage, Grassilage, Sorghum, Getreide, Rinder- und Schweinegülle sowie Rinder-, Schweine- und Pferdemist.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Gülle sechs Monate gelagert werden muss, das bedeutet bei mehr Tieren  braucht man also mehr Lager für den anfallenden Mist, erklärt Thomas Maas,

Mehr Gülle bedeutet gleichzeitig eine Leistungssteigerung und dabei muss der Anteil an Mais nicht erhöht werden, erklärte der Jungbauer.  Ganz im Gegenteil,  „wir brauchen zukünftig im Verhältnis nicht mehr so viel Mais.“

Bürgermeister Rainer Ziegler lobte die Investitionen des Familienbetriebs in Neubotzheim, dies verdiene „höchste Anerkennung“.

„Wir können uns nur freuen, dass wir in Ladenburg Betriebe haben, die so arbeiten“, bestätigte Ingrid Dreier (GLL),  vor allem da es sich um einVorhaben handle, das nicht  „Vermaisung“  der Flächen beiträge.

Der Technische Ausschuss stimmte einstimmig dem Bauvorhaben zu und die Stadt Ladenburg gab eine positive Stellungnahme im immissionsschutzrechtlichen Verfahren ab.

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