Sonntag, 19. November 2017

Video: Schrittgeschwindigkeit – Aufklärung tut Not

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Guten Tag!

Ladenburg, 14. Mai 2010. Die verkehrsberuhigte Zone in der Innenstadt funktioniert nicht zufriedenstellend – Autos, aber auch Radfahrer sind zu schnell unterwegs. Eine Aufklärungskampagne solls richten, nun auch mit elektronischer Unterstützung.

Die Handzettel sind gedruckt und werden verteilt – Plakate weisen auf die Verkehrsberuhigung hin. Seit Dienstag, den 11. Mai 2010 gibt es auch noch Schilder und ein mobiles Tempomessgerät, dass die Geschwindigkeit anzeigt und die Verkehrsteilnehmer zählt.

Es geht nur miteinander: Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer. Und es gilt Schrittgeschwindigkeit: 4-7 Stundenkilometer. Bild: ladenburgblog

Erlaubt sind 4-7 Stundenkilometer – eben Schrittgeschwindigkeit. „Maximal 10 km/h“, wie im Mannheimer Morgen zu lesen war, ist eine Falschinformation.

Für Autofahrer heißt das: 1. Gang – im 2. Gang ist so gut wie immer schneller als höchstens 7 Stundenkilometer. Automatikfahrer dürfen eigentlich nur soviel Gas geben, dass das Auto sich bewegt. Das Problem: Die meisten Tachoanzeigen können Schrittgeschwindigkeit nicht darstellen.

Doch auch Radfahrer müssen sich zurücknehmen, denn auch sie sind oft zu schnell.

Das Messgerät hat keine Radarkontrolle. Nach dem Willen der Stadt steht Aufklärung vor Strafe. Auch der Bund der Selbstständigen ist daran interessiert – zu groß ist die Sorge, dass rigide Maßnahmen das Geschäft beeinträchtigen könnten.

Deshalb beteiligt sich der BdS auch hälftig an den Kosten – beispielsweise den 2.700 Euro für das Tempomessgerät und den Kosten für die gedruckten Flyer.

Das Gerät zeigt den Verkehrsteilnehmern an, wenn sie es richtig machen: Dann erscheint ein gelber Haken.

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • MeineMeinung

    Guten Tag.

    Aufklärung ist sicher gut – und Herr Becker zeigt sich als netter Mensch, wenn er Verständnis für vergessliche Führerscheininhaber hat.

    Aber: Wenn man geblitzt wird, gilt die Ausrede nicht. Ich finde, die Polizei sollte mehr blitzen. Wenn jemand mit Tempo 20 in der verkehrsberuhigten Zone erwischt wird, ist das empfindlich teuer und das spricht sich schneller rum, als ein Appell an die Vernunft.

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