Freitag, 21. September 2018

Stadtrat Wagenfeld bezeichnet Werkstatt des Künstlers Kissel als „Schrottplatz“

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Die Frage nach den Wiederherstellungskosten für die Mauer ist legitim - warum bezeichnet CDU-Stadtrat Wagenfeld die Werkstatt des Künstlers Kissel aber als "Schrottplatz"?

Guten Tag!

Ladenburg, 14. September 2011. (red) Gezielte Provokation und einfach nur dummes Geschwätz? Stadtrat Uwe Wagenfeld (CDU) erkundigte sich heute nach der im Dezember eingestürzten Scheunenmauer und bezeichnete die Werkstatt des Künstlers als „Schrottplatz“.

Sicher ist es zulässig, sich nach dem Stand der Arbeiten in Sachen eingestürzter Scheunenmauer zu erkundigen. Wieso CDU-Stadtrat Uwe Wagenfeld allerdings die Werkstatt des Kinetik-Künstlers Hans-Michael Kissel als „Schrottplatz“ bezeichnen musste, wurde nicht klar.

Trotzdem waren Frage und Aussage erhellend: Götz Speyerer konnte für die Verwaltung nur sagen, dass man nicht wisse, was ein Wiederaufbau koste und dass man immer noch auf die Unterlagen des beauftragten Architekten warte.

Und Herr Wagenfeld machte klar, dass er wenig bis gar nichts von Kunst versteht – denn was er als „Schrott“ ansieht, ist das Arbeitsmaterial von Hans-Michael Kissel, der deutschland- und weltweit bereits seine kinetischen Installationen verkauft hat.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.