Sonntag, 19. November 2017

Unterstützen Sie uns und andere mit Flattr

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Guten Tag!

Ladenburg, 13. November 2010. Seit heute können Sie uns „flattrn“ – komisches Wort? Stimmt. Flattr ist ein Kunstwort, dass sich aus „Flatrate“ und „to flatter“ (Wert schätzen) zusammensetzt. Es handelt sich dabei um ein Bezahlmodell für Internetinhalte. Ohne Abo, ohne Verpflichtung. Dadurch wird es möglich, die Arbeit von frei zugänglichen Internetangeboten zu honorieren.

Von Hardy Prothmann

Überall in Deutschland entstehen neue redaktionelle Angebote im Internet, weil die Lokalzeitungen mit ihren Berichten erstens schon lange nicht mehr überzeugen und zweitens das Internet seine Überlegenheit gegenüber gedrucktem Papier zeigt. Noch sind die Anzeigenmärkte zur Finanzierung dieser Angebote nicht gut entwickelt.

Auch das ladenburgblog ist komplett frei zugänglich.

Wir berichten nun also seit Mai 2009 (Start heddesheimblog, Februar 2010 startete das ladenburgblog) komplett kostenfrei für alle Leserinnen und Leser – und das wird auch so bleiben.

Sie können unsere Arbeit unterstützen: beispielsweise durch den Dienst Flattr (Erklärung bei Wikipedia).

Das System ist denkbar einfach. Sie melden sich bei Flattr an und eröffnen dort ein Konto. Auf dieses Konto überweisen Sie einen Betrag X, Beispiel 20 Euro. Wenn Sie nun Internetseiten besuchen und Ihnen die Informationen gefallen, können Sie die Seite oder einen Artikel „flattrn“. Am Ende des Monats wird berechnet, wie oft Sie geflattrt haben und der Betrag dementsprechend „zugewiesen“.

Haben Sie beispielsweise insgesamt 20 Mal geflattrt, bekommt jeder, der geflattrt wurde, einen Euro überwiesen – nicht ganz, denn zehn Prozent Gebühr behält das Unternehmen Flattr für den Abrechnungsdienst ein. Flattrn Sie häufiger oder weniger häufig, verändern sich die Beträge entsprechend.

Auch die „taz“ in Berlin bittet beispielsweise um Honorierung über diesen Dienst.

Flattr ist also kein Abo, sondern eine Art „solidarischer Bezahldienst“, mit dem man kostenfreie Angebote, die man gerne nutzt, unterstützen kann.

Wir arbeiten zum Beispiel sehr aufwändig, was unsere Recherchen und Berichte angeht – das machen wir nicht, weil wir Langeweile haben, sondern einen bestmöglichen Journalismus bieten wollen. Und der muss finanziert werden.

Sicherlich wird Flattr in der kommenden Zeit nicht ansatzweise genug einbringen, um eine Redaktion zu unterhalten, kann aber einen Beitrag dazu leisten.

Wir haben Flattr eingeführt, nachdem ein Text auf dem hirschbergblog „CDU-Spitzenpolitiker Peter Hauk: “Ob das 10 oder 15 Milliarden kostet, kann Baden-Württemberg wurscht sein.-€ in ganz Deutschland und im Ausland ingesamt 25.000 Aufrufe innerhalb weniger Tage hatte und wir gefragt wurden, warum man uns nicht flattrn kann. Das kann man nun. Besten Dank an die LeserInnen für die ersten Zuweisungen.

Haben Sie vorab vielen Dank!

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Internet:
Sendung bei medienradio.org über Flattr
Weitere Anleitung für Flattr auf deutsch.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.