Sonntag, 19. November 2017

Altstadtfest: „Irgendwie kläglich“

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Ladenburg, 13. September 2010. Zwei Tage bestes Wetter, der attraktivste Flohmarkt der Region, tolle Bands, schöne Atmosphäre, beste Unterhaltung – das 37. Ladenburger Altstadtfest war ein Erfolg. Kritik gibt es trotzdem – an der Pegelbeschränkung und der strikten Verordnung, dass Punkt 23:00 Uhr die Musik ausgeschaltet werden musste. Diskutiert wird, ob das Altstadtfest unter diesen Bedingungen noch das „eigentliche“ Altstadtfest ist oder nicht.

Kommentar: Hardy Prothmann

Waren es nun mehr oder weniger Gäste als sonst? Darüber gibt es viele Meinungen. Fest steht: Das 37. Ladenburger Altstadtfest war sehr gut besucht. Von jung und alt, von LadenburgerInnen und Auswärtigen, von Familien und Partygängern, von Schaulustigen und solchen, die gerne gesehen werden. Es war also für jeden Geschmack etwas dabei.

Alle zufrieden?

Tamara Pusch am Samstag auf der Hauptbühne: Runtergepegelt, damit das "Mikrophon" zufrieden ist.

Die Gastronomie dürfte zufrieden sein – was man gesehen hat, wurde ordentlich konsumiert. Die Ständebetreiber der Flohmärkte hatten das Interesse der Festgäste, Rock at Church war überwiegend für die jüngeren Leute da, der Marktplatz und die anderen „Spielplätze“ fürs gemischte Publikum, das Fest war immer in Bewegung, die Laune und Atmosphäre war sehr gut.

Auch das Internet ist beim Traditionsfest mit einem „Flashmob“ wegen des fehlenden Fähnchenschmucks angekommen. Gut zweihundert „Aktivisten“ hatten sich über Facebook verabredet und wedelten während der Eröffnung durch Bürgermeister Rainer Ziegler um 11:15 Uhr eine Minute lang mit weiß-blauen Fähnchen, um ihren Protest oder auch ihren Wunsch zum Ausdruck zu bringen.

Rechtsstreit.

Die meisten Festbesucher haben einfach nur das „legendäre“ Altstadtfest besucht. Für viele LadenburgerInnen und solche, die sich für Ladenburg interessieren, hatte es aber einen Schönheitsfehler: Der gerichtlich getroffene „Vergleich“, den Schallpegel zu begrenzen und um Punkt 23:00 Uhr „den Stecker“ für die Musik zu ziehen, hat diesen Menschen die Laune verdorben. Und das sind nicht wenige.

Dieses Mikrophon hat das 37. Altstadtfest kontrolliert und dominiert.

Alle, die sich mit dem Thema beschäftigen, und viele darüber hinaus, wissen, wer gegen den „Lärm“ auf dem Altstadtfest am Marktplatz geklagt hat. Und alle haben für den Rechtsstreit kein Verständnis.

Dabei muss man aber verstehen, dass jemand, der ein Recht einklagt und dieses zugestanden bekommt, naja, einfach recht hat. So einfach ist das. Ob recht haben auch gleich „recht sein“ bedeutet, ist etwas anderes. Die zwei Klägerparteien haben sich mit ihrem Beharren auf ihr Recht ganz klar isoliert.

Zwei Parteien vs. tausende Festbesucher.

Man versteht die Belästigung, aber ausnahmslos alle Menschen, die ich in der Sache gesprochen habe, sagen: „Es sind doch nicht einmal zwei Tage. Kann man das nicht aushalten, wenn sonst tausende von Menschen dadurch um ihren Spaß gebracht werden?“

Tolle Musik, tolle Stimmung, das "Victory-Zeichen" eines Gastes täuscht. "Gewonnen" haben die Kläger.

Die Frage ist berechtigt. So auch diese: Wo fängt der Spaß an, wo hört er auf? Was ist Spaß für den einen und den anderen nicht? Wieviel „Spaß“ darf man fordern?

Die Frage wurde juristisch beantwortet. Man, also zwei Klägerparteien, muss den (vermuteten) Spaß von tausenden Menschen nicht aushalten. Die Rechthaber dieser Welt können ihr „Recht“ auf „Ruhe“ einfordern. Ob das mit Sinn und Verstand erfolgt, spielt für „Justitia“, die angeblich blind ist, keine Rolle.

Besonders ärgerlich ist, dass der gefundene „Kompromiss“ nicht zur Folge hat, dass die „streitenden Parteien“, also die Kläger und als Vertretung der Festveranstalter- und besucher, die Stadt Ladenburg, eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden haben. Es wurde kein verständiger Vergleich getroffen, sondern ein verbissener.

Ich stelle mich ganz klar auf die Seite der Kritiker dieses Vergleichs. Dabei hat die Stadt Ladenburg, vertreten durch Bürgermeister Ziegler, soweit mir das bekannt ist, ihr Möglichstes versucht, dem Altstadtfest möglichst viel Festcharakter zu erhalten.

Totale Kontrolle.

Die Kläger demonstrierten ihre Haltung eindeutig mit einem Mikrophon, das den Geräuschpegel auf dem Marktplatz sekündlich überwacht hat. Irgendwie erinnert das an die totale Kontrolle. Big Brother lässt grüßen.

Schallmesser - nicht das Ohr, nicht der Verstand, sondern die Technik kontrolliert, was erlaubt ist und was nicht.

Big Brother, ob in Gestalt eines datensammelgeilen Staates, wie ihn teilweise die Bundesregierung wünscht, um alles und jeden überwachen zu können oder nur in der Gestalt verhärmter „Rechthaber“, wie im konkreten Fall zweier Anwohnerparteien, die Geschäftsleute sind, muss eines fürchten: Die Macht der eigenen Meinung, der eigenen Gedanken und der Folgen daraus.

Kein Festbesucher hat Verständnis für diese sture und starre Haltung. Kein vernünftiger Mensch versteht die Absolutheit des Vorgehens.

Jeder darf sich hingegen seine eigene Meinung bilden. Meine ist: Ich bedaure die Kläger und finde ihr Verhalten… ja wie?

Ich finde es irgendwie kläglich.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.

  • R.Purschke

    Altstadtfest
    Das Fest war wieder einmal der Hit des Jahres. Auch ohne Fähnchen.Zum Glück gab es ja ein Paar die Fähnchen anbrachten.
    Bin mal gespannt wen an Weihnachten keine Sterne brennen. Dann spart die Stadt noch mehr Geld. Das Aufhängen der Lichter ist bestimmt noch teurer als Fähnchen und die Stromkosten die man sparen kann… Was wir noch alles kommen?????

  • „Halb – Ladenburger“

    Liebes LadenburgBlog – Team,
    vielen Dank für diesen tollen und kritischen Bericht. Endlich mal jemand der die Fakten auf den Tisch legt und nicht immer nur um den heißen Brei redet (Grüße an die restlichen Lokalpolitiker)
    Das „Problem“ der Anwohner ist m.E. nicht nur das Altstadtfest, sondern auch die vielen anderen Veranstaltungen, die auf dem Marktplatz stattfinden: „Sommertagsumzug“, „rund um den Marktplatz“, „Kerwe“, „Ladenburg tafelt“, „Altstadtfest“, „Weihnachtsmarkt“.
    Ich befürchte, dass die Klage gegen die Lautstärke auf dem Altstadtfest erst der Anfang sein wird und alle anderen Veranstaltungen auch in Frage gestellt werden.
    Klar wissen wir alle nicht in wie weit hier versucht wurde konstruktive Gespräche zwischen den beiden Parteien zu führen, ich habe aber das subjektive Gefühl, dass man da sicherlich einen besseren Kompromiss finden kann.
    Wieso wird denn bei einer Veranstaltung wie „rund um den Marktplatz“ eine Bühne aufgebaut, die so groß ist, dass eine Heavy – Metall – Band spielen könnte. Aufgetreten ist die Daniela Schweizer mit Band, die mal wieder zu begeistern wusste, die Lautstärke aber völlig unangebracht war.
    Besteht denn nicht die Möglichkeit die anderen Veranstaltungen zu verlegen und statt dessen das Altstadtfest wieder mit mehr als 80 db (Das Standgas meiner Harley ist lauter!) zu feiern.
    So wie in diesem Jahr, wird der Marktplatz über kurz oder lang nur noch ein Nebenschauplatz sein. Man muss auch mal bedenken, dass sich Vereine auf dem Marktplatz präsentieren und so versuchen ihre Vereinskasse aufzubessern!

  • Flashmob

    Hi,
    „irgendwie kläglich“ beschreibts genau. Voll auf den Punkt. Weil irgendjemand irgendwie kläglich ist, war die Atmosphäre auch irgendwie kläglich, genauso wies irgendwie kläglich ist, dass die Fähnchen fehlten, denn irgendwie klagt die Stadt ja, dass sie kein Geld hat, was auch irgendwie kläglich ist.

  • MeineMeinung

    Guten Tag.

    Das war ein tolles Fest – vielen Dank an alle, die mitgemacht haben!!!
    Am Brunnen war von Tamara Pusch fast nichts mehr zu hören – die Pegelbegrenzung macht die Atmosphäre am Marktplatz kaputt.
    Die respektvolle Haltung gegenüber dem Gesetz, wie das hier im Kommentar geschrieben ist, finde ich gut. Aber es bleibt das Gefühl, dass hier nicht recht gesprochen wird, sondern die Sturheit von einzelnen über das Bedürfnis von vielen gesetzt wird.
    Die Anwohner haben sich in meinen Augen da in irgendwas verrant und könnten Größe zeigen, wenn sie damit aufhören und sich einfach auf Stadtkosten zwei Tage in den Urlaub verabschieden. Die Kläger fordern Rücksicht und sind selbst ohne jede Rücksicht. Absurd.

    MeineMeinung

  • Lauter

    Hallo, lauter wars bei Rock at Church. Und da kam dann oft auch Stimmung auf. Schade, dass ihr hier keine Konzertkritik gemacht habt. Ansonsetn super Berichte und viele geile Bilder. Und haha – Save the Fähnchen ist echt lustig, wenns nicht so traurig wäre, dass nur die Ringer das Fähnchen hochgehalten haben – naja, bis auf den Flashmob, aber das war ja nur für ne Minute. Auch auch ne klasse Aktion.

  • Gerichtebelästigende Nervensägen

    Bleibt nur zu hoffen dass die Ladenburger in Zukunft die Familien (…) konsequent meiden werden, dann ziehen die vielleicht von selbst weg!

    Anmerkung der Redaktion: Wir haben diesen Kommentar zensiert, weil der die Namen der Klägerparteien nennt. Das verstößt gegen unsere Regeln.
    http://heddesheimblog.de/2009/05/wie-mache-ich-mit/

    Einen schönen Tag wünscht
    Das ladenburgblog

    • kompakter

      hallo,
      das kapier ich nicht. ihr habt doch selbst das foto von dem mikro aus dem fenster veröffentlicht. die meisten ladenburger wissen doch, wie die leute heißen. wieso zensiert ihr das raus?

      gruß

      • Dasladenburgblog

        Guten Tag!

        Wir haben das Foto gebracht und dafür gibt es einen Grund: Das Mikrofon stand deutlich aus dem Fenster heraus und hat damit die „Privatspähre“ des geschützten Wohnraums verlassen. Redaktionell ist das für uns deshalb in Ordnung.
        Namen und Daten von Privatpersonen veröffentlichen wir in der Regel nur dann, wenn die Personen zustimmen oder wenn dadurch ein „Erkenntnisgewinn“ für die Öffentlichkeit entsteht, der ohne Nennung nicht möglich wäre. Dass die Namen in Teilen der Öffentlichkeit bekannt sind, ist für uns noch kein Grund, von dieser Regel abzuweichen.

        Stellen Sie sich das einfach für sich selbst vor: Wenn Sie eine Privatklage führen und ihr Name öffentlich „gehandelt“ würde, wären Sie auch nicht sehr erbaut darüber, selbst wenn die Öffentlichkeit mit Ihnen wäre. Ein Teil der Öffentlichkeit wäre mit Sicherheit aber gegen Sie.

        Anders verhält es sich, wenn Privatleute die Öffentlichkeit suchen, dann geben Sie von sich aus ihre Privatheit auf.

        Einen schönen Tag wünscht
        Das ladenburgblog

  • Festbesucher

    Hallo,
    erstmal Glückwunsch zu den guten Berichten und den vielen Fotos, die das ganze Fest zeigen!
    Die Situation am Marktplatz ist ein Problem, das Altstadtfest ist aber mehr als die Marktplatzbühne. Ich war wieder gerne da und habe es genossen, durch die Gassen zu bummeln, wo es ruhiger zuging.
    Klasse finde ich, dass sich die Jugend bei Rock at Church austoben konnte, mein Programm war eher am Sonntag Two Tones (auch guter Bilder von denen hier).
    Ich finde, man sollte das Fest wegen eines der vielen Angebote nicht kaputt reden. Aber wie alle schüttle ich nur den Kopf über die Anwohner, die sicher ihr Recht einklagen können. Recht haben die in meinen Augen trotzdem nicht.

  • ska

    Wir wars egal, wies am Markplatz war. Rock at Church war geil. Wäre krass, wenns hier auch einer druchdrehen würde.

  • u_patronu

    Gerüchte besagen, dass den Klägern die „Lautstärke“ immer noch zu heftig war.

    Darüber gibt es jetzt wohl einen neuerlichen Rechtsstreit.

    Ende vom Lied wird wohl sein, dass der Marktplatz für Musikveranstaltungen wohl nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

    Die „Marktplatzbühne“ muss – wohl oder übel – auf die Festwiese verlagert werden.

    Was die Besucherzahl anbelangt – es war wirklich wieder einmal Gedränge wie selten.

    Und alle armen Ladenburger Anwohner, ob Nord- oder Südstadt – wurden wieder einmal extrem und brutalstmöglich zugeparkt, und dies bereits ab ca. 7 Uhr morgens. Personen mit Kinderwagen hatten keine Chance, die Gehwege zu nutzen, und auch die Ecken in den Kurven waren zugestellt.

    Alle armen Ladenburger? Nein! Da gibt es eine kleine, aber feine privilegierte Minderheit in Neckarnähe, die dank städtischer Schranken nebst Schlüsselgewalt dazu bei allen Veranstaltungen von jeglichen Parknöten verschont bleiben.

    Natürlich dienen diese Schranken nur der „Verkehrssicherheit“, und auf dem Holzweg ist, wer darüber eine andere Meinung hat.

    Klar, die „Verkehrssicherheit“ und die Anwohnerparkplätze des eingeschrankten Bereiches ist sichergestellt.

    • anana nagorny

      hui, ich bin ganz schön erschrocken über diese Konfliktlage bzgl. Altstadtfests..
      seit Anfang der 80er hatte ich eigentlich nie die Beobachtung machen müssen, dass Anwohner dieses Fest nicht mittragen.. es bringt doch viele Begegnungen, Einladungen und eigene Gartenfeste, Hoffeste, Nachbarschaftsfeste …

      Wird da die Tradition der Ladenburger deren Fest wie jahrzehnte zuvor durch eine Handvoll „Querulanten“ bzw. „Lobbyisten“ so sehr blockiert, dass sich Stadtvertreter in dieser in den Artikeln beschriebenen Auseinandersetzungen instrumentalisieren lassen?
      Ich selbst bin Nachbarin (Schriesheim) und mag gewöhnlich nichts Lokalpolitisches mitbekommen haben. Doch die von den Medien verordnete „Volksdepression“ sollten wir eigentlich aussen vor lassen. Finde ich
      mit den besten Wünschen auf Mäßigung in allen Streitfällen und dem Gefühl, dass Toleranz die einzige Sprache ist, die uns gesellschaftlich überleben lässt
      grüsse ich Sie und hoffe, das dies ein einmaliges Ereignis bleiben wird. Sonst verzichte ich auf meine Kommentare..
      Anana Nagorny (parteilos)

    • Sandra

      Sehr geehrter u_patronu,
      die kleine, feine Minderheit muss während der Sommermonate jedes Wochenende mit dem (Park-), Müll- und Lärmproblem leben!
      Herzliche Grüße
      Sandra

      • u_patronu

        Hallo Sandra,

        jetzt übertreiben Sie aber etwas! Im „eingeschrankten“ Bereich dürfte es nur während „Classic am Fluss“ oder „Pop am Fluss“ zu Beeinträchtigungen hinsichtlich Müll und Lärm kommen.

        Das „Bistro am Fluss“ haben die Eingeschrankten seinerzeit ja erfolgreich zu Fall gebracht.

        Das hauptsächliche „sommerliche“ Leben auf der Neckarwiese spielt sich viel weiter Richtung Schwimmbad – im „uneingeschrankten“ Bereich – zwischen Trajanstraße und Fähre ab.

        Dort wohnt offenbar weniger Prominenz, die aus Sicht der Stadt Ladenburg nicht so schützenswert ist.

        • Sandra

          Hallo u_patronu,
          nicht nur bei offiziellen Veranstaltungen (Drachenboot, Benzparkfest etc.) sondern jedes Wochenende wird durch „inoffizielle Feste“ für Lärm und Müll und zerkratzte Autos im beschrankten und unbeschrankten Bereich gesorgt. Laufen Sie doch mal am Wochenende nach Einbruch der Dunkelheit am Wasserturm vorbei.
          Herzliche Grüße
          Sandra

  • R2D2

    Tamara Push war klasse, aber viel zu leise. Echt schade für ihren sehr guten Auftritt.

    • Ralfhelmutundandi

      Fanden wir auch!

  • Maier

    Irgendwie kläglich trifft den Punkt. Ich bin seit 37 Jahren am Ladenburger Altstadtfest aktiv. Dieses Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter und viele Besucher kamen.Leider mussten die Besucher mit ansehen wie das Altstadtfest regelrecht „herruntergefahren“ wird. Zum einen kocht die Volksseele über den verlorenen Prozess ( Vergleich lachhaft) der Stadt gegen zwei Kläger aus der Umgebung des Marktplatzes deren Namen in Ladenburg mittlerweile bekannt sein dürften . Zum anderen wurde an den Fähnchen gespart deren Anbringung die Stadt, laut BM Ziegler, „spitz gerechnet“ 20000 Euro kostet. Ob an Weihnachten wenn die Sterne in der Stadt aufgehen auch so gerrechnet wird bleibt abzuwarten. Ob bei Klassik am Fluss auch so gerrechnet wird werden wir wohl nicht erfahren.

    Nun durfte Musik nur bis 23.00 Uhr unter Berücksichtigung der Lautstärke abgespielt werden. Ladenburgs neuer Polizeichef brachte ein hartes durchgreifen bei Nichtbeachtung gleich auf den Punkt. Hier wurde gleich mit dem Entzug einer Standgenehmgung im nächsten Jahr gedroht. Das beweist natürlich sehr viel Fingerspitzengefühl.
    Gemeinsam sind wir stark aber es hat nur einer recht. Na ja an einigen Plätzen spielte die Musik bis 23.45 Uhr und auch länger.
    Wieder mal zweierlei Maß angsetzt.
    Ausschankgenehmigung bis 1.00 Uhr , das wurde auch unterschiedlich ausgelegt. Harte Regeln bei den Einen und bei den Anderen !!!!?????:
    Bei uns kam um die 1.15 Uhr die Streife vorbei. Wollen Sie im nächsten Jahr noch einen Stand betreiben ? war die Frage der Beamten.
    Im Vorfeld wurde gar mit einer Anzeige gedroht. Klasse diese Zusammenarbeit.
    Es gibt viel Gesprächsbedarf um dem Altstadtfest seinen waren Charakter wiederzugeben. Einst wurde vom ehemaligen BM Schulz das Altstadtfest ausgerufen um die Ladenburger Sportvereine zu unterstützen und nicht um die wenigen Ehrenamtlichen mit Strafen zu bedrohen.
    Naja neue Besen kehren gut.

    Ich hoffe für das Ladenburger Altstadtfest das im nächsten Jahr wieder einiges zum Gelingen geändert wird.

  • Age-Pi

    So… und nun steht das Altstadtfest 2011 vor der Tür und auf dem Marktplatz wird dieses Jahr Eis-am-Stiel spielen.
    Durchaus eine Musik, die Jedermann gefallen könnte… ggf. sogar den Klägern. Wie´s wird und ob besagtes Mikrofon wieder aus dem Fester ragt…… wird sich zeigen.
    Jeder der sich ein wenig mit Lifemusik auskennt weis, dass diese eine gewisse Lautstärke benötigt um allen Frequenzen gerecht zu werden. Für die Musiker ist es jedoch das härteste Brot…. denn wenn bei Lifemusik keine Stimmung aufkommt wird es unangenehm für ne Band. Ok auf der einen Steite gibt es einen Gerichtsbeschluss und auf der anderen Seite gibt es Menschen. Daher meine innige Bitte an die besagten Kläger. Die Stadt Ladenburg hat sich in diesem Jahr riesige Mühe gemacht eine Band zu finden, deren Musik durchaus ein breites Publikum anspricht.
    Eis am Stiel bietet ein ausgewogenes Programm von sanften Candlelight-Songs gepaart mit Rock´n-Roll der 50er und 60er Jahre.
    Auf der Webseite von Eis am Stiel kann man lesen: Eine Musik aus einer Zeit in der Musik noch Handgemacht und ehrlich war.
    Autos noch Heckflossen hatten und der Sound noch nach Freiheit und nicht nach Ehestreit klang.
    Wer Eis am Stiel kennt weis um die Band und wie sehr sie dieses Gefühl verkörpert.
    Die meisten der Songs sind Jung und Alt gleichermaßen bekannt.
    Man kann mitsingen, mittanzen oder auch träumen… für jeden ist etwas dabei.
    Lass Euer Mikro am Samstag einfach weg. Wenn Euch die Musik gefällt, dann kommt auf den Markplatz und zeigt all Euren Kritikern, dass es auch anders geht. Vieleicht trifft die Band am Samstag genau Euren Musikgeschmack.
    Es wäre wünschenswert für alle Parteien denn niemand lebt gerne dauerhaft als Minderheit im Streit. Meinen ernst gemeinten Händedruck und mein Dankeschön hättet Ihr auf alle Fälle.