Mittwoch, 14. November 2018

Technischer Ausschuss tagte am 11. Juli

Gabionenwand wurde abgelehnt

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Ladenburg, 12. Juli 2012. (red/sap) Die Mitglieder des Technischen Ausschusses lehnten den Neubau von zwei Einfamilienh├Ąusern im Seilergraben und die Gabionenwand im Stahlb├╝hlring ab.

Von Sabine Prothmann

Im Seilergraben plant ein Antragsteller sein mit einem Mehrfamilienhaus und Garage bebautes Grundst├╝ck zu teilen und zwei Einfamilienh├Ąuser zu errichten sowie das Mehrfamilienhaus zu sanieren. Die Verwaltung ist jedoch der Ansicht, das das Bauvorhaben sich nach Ma├č der baulichen Nutzung und der ├╝berbauten Grundst├╝cksfl├Ąche nicht in die n├Ąhere Umgebung einf├╝gt. Zudem w├╝rde das Ortsbild wesentlich ver├Ąndert werden.

Der Technische Ausschuss habe schon im Dezember 2003 eine Nachverdichtung des Nachbargrundst├╝cks mit einem 1,5-geschossigen Wohnhaus abgelehnt. Das Bauvorhaben war nicht mit dem dort herrschenden Gebietscharakter vereinbar. Dies gelte auch f├╝r das aktuelle Bauvorhaben.

B├╝rgermeister Ziegler r├Ąumte aber ein, dass er sich einen positiven Bescheid bei einer angespeckten Variante durchaus vorstellen k├Ânne. Der vorgelegte Entwurf ├╝berfordere jedoch das Grundst├╝ck.

Einstimmig lehnte der Technische den Antrag auf Bauvorentscheid ab.

Mauer zu hoch und zu massiv

Blick auf die Mauer von Au├čen ...

Im Stahlb├╝hlring wurde eine noch nicht vollst├Ąndig fertiggestellte Gabionenwand als Einfriedung errichtet. Die etwa zwei Meter hohe Wand soll laut Aussage des Antragssteller – Innen und Au├čen – begr├╝nt werden, berichtete B├╝rgermeister Rainer Ziegler.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereichdes Bebauungsplans „Weiherg├Ąrten I“. Gem├Ą├č den gr├╝nordnerischen Festsetzungen sind Einfriedungen nicht zugelassen, was aber l├Ąngst nicht mehr der Realit├Ąt entspr├Ąche, hei├čt es in der Vorlage der Verwaltung.

Von den Festsetzungen des Bebauungsplans k├Ânne befreit werden, wenn die Grundz├╝ge der Planung nicht ber├╝hrt werden und Gr├╝nde des Wohls der Allgemeinheit die Befreiung erfordern oder die Abweichung st├Ądtebaulich vertretbar ist oder die Durchf├╝hrung des Bebauungsplans zu einer offenbar nicht beabsichtigten H├Ąrte f├╝hren w├╝rd und wenn die Abweichung auch unter W├╝rdigung nachbarschaftlicher Interessen mit den ├Âffentlichen Belangen vereinbar sei.

Die Ladenburger Verwaltung und B├╝rgermeister Rainer Ziegler bewerteten die Abweichung als st├Ądtebaulich vertretbar und schlugen deshalb auch im Beschlussvorschlag die Befreiung vor.

... und von Innen. Fotos: Ladenburgblog.

Doch die Ausschussmitglieder waren anderer Meinung. Gemeinderat Dr. Rudolf Lutz (FDP) wollte keine weitere Ausnahmeregelung treffen, die dann zur Nachahmung f├╝hre. Eine so massive Einfriedung sei in der Nachbarschaft nicht anzutreffen.

„Dann m├╝ssen wir den Bebauungsplan ├Ąndern“, schlug Gemeinderat Lutz vor.

Petra Erl (SPD) bezweifelte, dass eine Begr├╝nung an dieser Mauer realisiert werde: „Ich kann keine Begr├╝nung erkennen.“

Bei zwei Enthaltungen stimmte der Technische Ausschuss mehrheitlich gegen den Verwaltungsantrag des B├╝rgermeisters und damit gegen die Gabionenwand.

Die weitere Entscheidung trifft jetzt das Baurechtsamt.

├ťber sabine