Montag, 19. November 2018

Technischer Ausschuss 10. Oktober 2012

Gabionenwand wird erneut abgelehnt

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Ladenburg, 12. Oktober 2012. (red/sap) Ein GebÀude in der Neuen Anlage darf abgerissen werden. Die Gabionenwand am Strahlenburgweg wird vom Technischen Ausschuss erneut abgelehnt.

In der Neuen Anlage soll auf einem GrundstĂŒck der gesamte GebĂ€udebestand, mit Ausnahme des Gewölbekellers, abgetragen werden und ein neues Einfamilienhaus in Niedrigenergiebauweise mit einem eingeschossigen Anbau im Garten soll errichtet werden. Geplant ist ein Satteldach mit einer Dachneigung von 45 Grad. Das Dachgeschoss soll einen Kniestock von 0,90 bis 1,10 Meter erhalten, die Traufhöhe soll etwa 5,75 Meter betragen.

Das Bauvorhaben liegt im Geltungsbereich der „Stadtbildsatzung fĂŒr die Umgebung der Altstadt“ und im Grabungsschutzgebiet. Aus bauplanrechtlicher Sicht bestehen keine grundsĂ€tzlichen Bedenken gegen das Bauvorhaben.

Der Technische Ausschuss stimmte, bei zwei Gegenstimmen, unter der Maßgabe, dass die Festsetzungen der „Stadtbildsatzung fĂŒr die Umgebung der Altstadt“ eingehalten werden und die Denkmalpflege frĂŒhzeitig mit einbezogen wird. Der Stadtbildpfleger Egon Lackner versicherte, ganz genau auf die Wahrung der Auflagen zu achten.

Gabionenwand, die zweite

Die Gabionenwand. Foto: Ladenburgblog.

Im StahlbĂŒhlring wurde eine noch nicht vollstĂ€ndig fertiggestellte knapp zwei Meter hohe Gabionenwand als Einfriedung errichtet. Die Gabionenwand wird begrĂŒnt. Auf der Innenseite der bisher hergestellten Gabionenwand sind bereits Rankpflanzen gesetzt, welche stark wachsen und auch ĂŒber die Mauer gefĂŒhrt werden sollen.

Bereits im Juli hatte der Technische Ausschuss ĂŒber die Gabionenwand beraten und sie mehrheitlich abgelehnt (wir berichteten).  Jetzt soll der noch nicht hergestellte Einfriedungsteil um 30 Zentimeter in das GrundstĂŒck versetzt in einer Höhe von 1,75 Meter gebaut werden. Dadurch wird an der Außenseite ein ausreichend breiter Pflanzstreifen fĂŒr rankende StrĂ€ucher entstehen.

Entlang des Strahlenburgweges sind grundsĂ€tzlich  an privaten GrundstĂŒcksgrenzen Einfriedungen mit einer Höhe von 1,70 Meter zulĂ€ssig. Aufgrund des Verkaufs von einem Teibereich des angrenzenden öffentlichen GrundstĂŒcks im Jahr 1982 wurde das GrundstĂŒck vergrĂ¶ĂŸert. Demnach wĂ€re die Einfriedung teilweise unzulĂ€ssig und auf einem Teil bis zu einer Höhe von 1,70 Meter zulĂ€ssig.  Das heißt, es sind Befreiungen des Bebauungsplans fĂŒr die Einfriedung von lediglich sechs Metern entlang des Stichweges sowie fĂŒr die Überschreitung der Höhe von fĂŒnf bis 30 Zentimern (Strahlenburgweg) notwendig.

Die Ladenburger Verwaltung und BĂŒrgermeister Rainer Ziegler bewerteten die Abweichung als stĂ€dtebaulich vertretbar und schlugen deshalb auch im Beschlussvorschlag die Befreiung vor.

Doch die Erhöhung um fĂŒnf bis 30 Zentimter fand bei den Mitgliedern des Technischen immer noch keine Zustimmung. Der EigentĂŒmer zeige sich „uneinsichtig“, sagte StadtrĂ€tin Petra Erl (SPD). Kein VerstĂ€ndnis zeigte auch Stadtrat Alexander Spangenberg (GLL):  Man habe das GefĂŒhl der Besitzer wolle sich einmauern, „ich dachte die Zeit des Mauerbaus ist seit 23 Jahren vorbei.“ Und Stadtrat Gerhard Seidel (CDU) wollte die ĂŒberschrittene Höhe der bereits errichteten Einfriedung von der zulĂ€ssigen Höhe der noch nicht fertig gestellten Gabionenwand abziehen. Lediglich Dr. Rudolf Lutz sagte, er könne bei gesichterter BegrĂŒnung, der Befreiung zustimmen.

Lediglich vier StadtrĂ€te stimmten dem Verwaltungsvorschlag zu. In der Vorbesprechung habe er ein anderes Signal erhalten, kommentierte BĂŒrgermeister Rainer Ziegler die erneute Ablehnung sichtlich verĂ€rgert.

Weitere Berichte folgen.

 

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