Mittwoch, 13. Dezember 2017

Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) zieht positive Jahresbilanz 2010

Print Friendly, PDF & Email


Viele Fahrgäste führten zu einer positiven Bilanz des VRN für das Jahr 2010 - Bildrechte: VRN/Löckel

Viele Fahrgäste führten zu einer positiven Bilanz des VRN für das Jahr 2010 - Bildrechte: VRN/Löckel

Guten Tag!

Rhein-Neckar, 11. März 2010. (pm) Wie der Verkehrsverbund Rhein-Neckar-Kreis mitteilt, kann sich die Jahresbilanz für 2010 sehen lassen. Neben stabilen Einnahmen könne man auch stabile Fahrgastzahlen vorweisen. Ein leichter Rücklauf war jedoch bei den Ausbildungs- und Semester-Tickets zu verzeichnen.
Presseinformation „VRN“

„Stabilität im Angebot des Ă–PNV im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) bestimmten weitest gehend das vergangene Jahr und damit auch die Fahrgastzahlen und Einnahmen der Verkehrsunternehmen in 2010. Die Zahl der Fahrgäste blieb im VRN stabil bei rund 313 Millionen. Die Einnahmen aus Fahrausweisverkäufen erhöhten sich um 8,3 Millionen Euro gegenĂĽber dem Vorjahr auf insgesamt 249 Millionen Euro. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von 3,45 Prozent.

Sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Fahrgeldeinnahmen erfolgte eine statistische Bereinigung, die im Zusammenhang mit einer geänderten Einnahmeaufteilungssystematik steht. Diese führte insbesondere dazu, dass die Fahrgastzahlen nur um rund 100.000 auf 313,1 Millionen beförderte Personen stiegen und die Gesamteinnahmen sich nun 249 Millionen Euro im Jahre 2010 belaufen.

Ursächlich für die Einnahmesteigerung ist vor allem die durchschnittliche Tarifanpassung zum 1.1.2010 um 2,9 Prozent. Zu berücksichtigen dabei ist, dass die Tarifanpassung bei den stärker nachgefragten Zeitkarten zum Teil prozentual höher lag und so die Mehreinnahmen gegenüber der Tarifanpassung begründen.

„Auch die gestiegenen Einnahmen aus Kombi-Ticketvereinbarungen mit Veranstaltern in den Bereichen Kultur und Sport haben sich positiv auf das Gesamtergebnis ausgewirkt. Trotzdem muss der ÖPNV weiter durch ergänzende Finanzierungsbeiträge des Bundes, der Länder und der Kommunen gestützt werden“, so Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer der VRN GmbH, der im VRN alle Verkehrsunternehmen angehören.

Langfristige Kundenbindung im Ă–PNV

Der VRN erfreut sich nach wie vor einer sehr hohen Kundenbindungsquote. Insgesamt waren im vergangen Jahr 91,4 Prozent der Fahrgäste im Besitz einer Zeitkarte. Grund hierfür sind vor allem die verbundweit gültigen Jahreskarten.

FĂĽr das RheinNeckar-Ticket haben sich bis Ende 2010 insgesamt 26.406 Kunden und fĂĽr das Job-Ticket 37.695 Kunden entschieden.
GegenĂĽber dem Vorjahreszeitraum bedeutete dies beim RheinNeckar-Ticket eine Steigerung von 5,4 Prozent und beim Job-Ticket eine Steigerung von 3,3 Prozent.

Ende letzten Jahres im Dezember 2010 waren 58.951 Personen im Besitz einer Karte ab 60. GegenĂĽber dem Vorjahr sind dies 77 Personen mehr (+0,13 Prozent).

Die sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Fahrgeld-einnahmen erzielten Zuwachsraten, die im vergangenen Jahr auch bei den Wochen- und Monatskarten Jedermann erzielt wurden, werden vor allem durch rückläufige Verkaufszahlen bei der Jahreskarte Jedermann gedämpft, was aber an der insgesamt stabilen Situation im Zeitkartensegment nichts ändert.

Zuwächse beim Gelegenheitsverkehr

Eine sehr positive Entwicklung sowohl bei den Fahrgastzahlen (+10,53 Prozent) als auch bei den Einnahmen (+12,99 Prozent) war wieder beim BC-Ticket festzustellen. Inhaber einer BahnCard der DB AG (25, 50 oder 100) haben die Möglichkeit, ein BC-Ticket zu erwerben. Es gilt ein um circa 25 Prozent geminderter Fahrpreis.

Ein Plus konnte auch bei den Tageskartenangeboten (Ticket 24, Ticket 24 PLUS, 3-Tages-Karte) verzeichnet werden. Insgesamt wurden 1,95 Prozent mehr beförderte Personen und 2,27 Prozent mehr Einnahmen verbucht.

Ausbildungsverkehr und Semester-Tickets leicht rückläufig

Im Vergleich der Dezemberwerte der Jahre 2009 und 2010 sank die Anzahl der Kunden, die im Besitz eines MAXX-Tickets waren, auf 164.345 (- 1,09 Prozent), die der Kunden mit einer Ausbildungsjahreskarte Westpfalz auf 26.615 (- 2,31 Prozent). Zurückzuführen ist dies auf rückläufige Schülerzahlen, die sich bis jetzt im Bereich des VRN noch moderat auf die Gesamtbilanz auswirken, aber sicherlich in der Zukunft eine größere Rolle spielen werden.
Beim SuperMAXX-Ticket ist die Anzahl auf 3.377 Nutzer und damit um 4,26 Prozent angestiegen.

Beim Semester-Ticket sind die Fahrgastzahlen um 0,40 Prozent gesunken. Im letzten Jahr wurden insgesamt 71.719 Tickets (jeweils 6 Monate gĂĽltig) verkauft, damit 285 Tickets weniger als im Vorjahr. Beim Anschluss-Semester-Ticket konnte mit 1,5 Prozent ein leichter Zuwachs verzeichnet werden. Insgesamt nutzten 11.196 Karteninhaber dieses Angebot. Eine positive Entwicklung gab es auch beim Semester-Ticket plus Westpfalz. Hier stieg die Zahl der verkauften Tickets um 6,2 Prozent auf nunmehr 11.622 Nutzer.

Ausblick

Die Bilanz fĂĽr das vergangene Jahr deckt sich mit dem Ausblick fĂĽr die Zukunft. Die Einnahmen und Fahrgastzahlen werden sich weiter stabilisieren.
Mit einem hohen Zeitkartenanteil ist der VRN sicherlich bundesweit führend. Trotzdem erwarten die Kunden keinen Stillstand. „Für uns heißt dies in erster Linie vor allem die Qualität und den Service im ÖPNV weiter zu verbessern und den Kunden ein attraktives Modell eines funktionierenden ÖPNV zu bieten“, ergänzt Rüdiger Schmidt.

Seit dem letzten Jahr bietet der VRN das Handy-Ticket fĂĽr bestimmte Fahrscheine nun auch verbundweit an. Neue Applikationen in der Fahrplanauskunft fĂĽr Smartphones, iPhone und PC, sogenannte App und Gadget (aktuelle Abfahrtszeiten mit Echtzeit, FuĂźwegerouting, Stadtplan) stehen auf der Homepage unter www.vrn.de zur VerfĂĽgung. Dabei wird das Projekt Echtzeit von der Landesregierung Baden-WĂĽrttemberg gefördert und soll in Zukunft im gesamten Verbundgebiet umgesetzt werden.“

Einen schönen Tag wünscht
Das rheinneckarblog

Ăśber Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.