Dienstag, 17. Juli 2018

Sommerliche Temperaturen, großer Andrang, entspannte AtmosphĂ€re

39. Altstadtfest – alles perfekt

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Auch am Sonntagabend war in den Straßen und auf den PlĂ€tzen der Altstadt viel Betrieb.

 

Ladenburg, 10. September 2012. (red/la/pro) Das 39. Ladenburger Altstadtfest dĂŒrfte an Rekorden gekratzt haben, was die Besucherzahlen angeht. Die GĂ€ste konnten bei herrlichem Wetter das abwechslungsreiche Programm genießen – ob musikalisch rockig, soulig oder volkstĂŒmlich oder kulinarisch zwischen Bratwurst und Krabbenteller.

Von Reinhard Lask und Hardy Prothmann

Es gibt Feste, die ein besonderes Flair haben. Das Ladenburger Altstadtfest hat eines der schönsten der Region. Es sind die verwinkelten Gassen, das Kopfsteinpflaster und die abwechslungsreichen Angebote, die einen Charme ausstrahlen, der einzigartig ist. Wer auf dem 39. Altstadtfest einfach nur flanieren will, taucht ins Treiben um die Veranstaltungsorte ein und wer kurz mal Ruhe braucht, findet diese abseits der Menschenmassen in den seitlichen Gassen oder schlendert zum Neckar.

Die zahlreichen Restaurants, Kneipen und Festzelte bieten fĂŒr jeden Geschmack das richtige Essen, den passenden Wein oder auch die ausgesuchte Gesellschaft: von der Schickeria bis zum urigen Pilstrinker – man findet jede Gesellschaft beim Altstadtfest.

Hinzu kommt die Livemusik auf vier BĂŒhnen mit Bands und SolokĂŒnstlern. Rock at Church, das im Pfarrgarten seit 20 Jahren Musik „der neuen Art“ bietet, ist nicht nur bei der Jugend beliebt. Von Heavy Metal ĂŒber Pop, Ska bis Jazzrock kommen finden hier Headbanger und Girarrenfreunde eine Heimat. Und vielleicht auch Festbesucher, die zwar gerne den tollen Soul am Samstagabend genießen wollten, aber kaum hören konnten.

Tolle Stimmung – mit deutlichem DĂ€mpfer

Die Klage zweier Anwohner hat die Stadt verpflichtet, drastische LautstĂ€rkebeschrĂ€nkungen einzuhalten und das macht die Stimmung nicht kaputt, gibt ihr aber einen deutlichen DĂ€mpfer. Obwohl die Band „Boogie Wonderland“ viele Tanzhits toll performte, tanzten nur die ersten Reihen mit – schon vor dem Brunnen war die Band eher als Hintergrundmusik wahrnehmbar. Und um 23 Uhr war Schluss – fĂŒr viele GĂ€ste zu frĂŒh.

Eine der Hauptpartys fand wieder beim ASV statt. DJ Peter Henniger weiß, wie man das Publikum zum Tanzen bringt. Weniger Party, sondern eher gemĂŒtlich konnten sich die Festbesucher am Lobdengau-Museum oder in der Gerberstiege unterhalten lassen. Allerdings mussten die meisten stehen – denn durch den Besucherandrang waren die SitzplĂ€tze knapp.

Auf der großen BĂŒhne am Marktplatz „rockten“ am Sonntagabend „Willy and the Poor Boys“. In den Gassen gibt’s viele kleine Hocks. Vor den Restaurants kann man in KorbstĂŒhlen Cocktails genießen oder einfach nur schnacken.

Das Wetter war perfekt, tagsĂŒber vielleicht ein wenig zu heiß, die Abendstunden waren jedoch perfekt temperiert. Zusammen mit einem angenehmen Weißwein und einem kleinen Krabbenteller konnte man es sich richtig gut gehen lassen. Bis um 22 Uhr war eine ein schönes Fest mit angenehmer Stimmung und einem traumhaften Wetter – vergangenes Jahr beendeten Regen und Sturm das Altstadtfest verfrĂŒht.

Auch die Polizei hatte ein entspanntes Fest

Das Veranstaltungskonzept passt also bei gutem Wetter. Aus Sicht der Polizei verlief das Altstadtfest „vollkommen entspannt“. Zwar gab es drei FĂ€lle von Körperverletzungen, ein Beziehungsstreit, eine Rangelei in der Kirchenstraße und einen handgreiflichen Streit um ein Taxi – aber die Polizei konnte schnell dazwischen gehen und die Aggressoren ermitteln.

Auch scheint die AufklĂ€rungsarbeit im Vorfeld in Sachen Jugendschutz gewirkt zu haben: Es gab kaum FĂ€lle von Rucksacktrinkern. Trotzdem musste ein 16-jĂ€hriger aufgesammelt werden, der sich sturzbesoffen an eine Leitplanke zwischen Ilvesheim und Ladenburg klammerte und eine 17-JĂ€hrige wurde betrunken auf dem Boden liegend am Domhof eingesammelt und den Eltern ĂŒbergeben. Kurios: Einem Rentner wurde von „Scherzkeksen“ der Rollator geklaut – der konnte aber kurz drauf gefunden und ĂŒbergeben werden.

Revierleiter Frank Hartmannsgruber sah auf Anfrage sein „Sektorenkonzept“ bestĂ€tigt und auch den Einsatz der Jugendsachbearbeiter aus Ladenburg, Ilvesheim und Heddesheim, die die Jugendlichen gezielt angesprochen und AufklĂ€rungsarbeit geleistet haben. Sein Lob gilt den 36 Einsatzbeamten, die zurĂŒckhaltend prĂ€sent waren, aber auch der Vernunft der (jungen) GĂ€ste.

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