Sonntag, 22. Juli 2018

Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg

Prinz, Soldat und Bischof

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Gruft_Sebastian

 Die Bischofsgruft in der Ladenburger Sebastianskapelle nach der Entdeckung im Jahre 1969 (Foto: Berndmark Heukemes). Foto: Lobdengau-Museum

 

Ladenburg, 08. November 2013. (red/pm) AnlĂ€sslich des Wittelsbacher Jahres prĂ€sentiert das Lobdengau-Museum die Ausstellung „Prinz, Soldat und Bischof. Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg“. 

Information des Lobdengau-Museums:

„Im Herbst 1969 entdeckte der bekannte Ladenburger ArchĂ€ologe Dr. Berndmark Heukemes im Chor der Sebastianskapelle eine bis dahin unbekannte Gruft, in der ein hoher geistlicher WĂŒrdentrĂ€ger bestattet war. Es gelang mit archĂ€ologischer Methodik, den Toten als Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg zu identifizieren, der als Bischof von Worms amtierte und weitere wichtige geistliche Ämter besaß.

Der mit knapp 34 Jahren Verstorbene hatte aber neben seiner geistlichen auch eine militĂ€rische Karriere als General im Krieg gegen das Osmanische Reich in Ungarn gemacht. Seine Familie stellte im 17. und 18. Jh. nacheinander drei KurfĂŒrsten von der Pfalz und pflegte Verbindungen mit den wichtigsten Königs- und FĂŒrstenhĂ€usern in ganz Europa. Trotz großer Verdienste Ludwig Antons habe er aus undurchsichtigen, geheimnisvollen GrĂŒnden aber keine standesgemĂ€ĂŸe, sondern nur eine anonyme, „kĂŒmmerliche“ Beisetzung in Ladenburg erhalten.

Seit einiger Zeit meldet die Geschichtsforschung Zweifel an der Identifizierung des Toten von St. Sebastian an. Beide Auffassungen erscheinen fĂŒr sich genommen ĂŒberzeugend, lassen sich aber nicht vereinbaren. Die Ausstellung versucht, den derzeitigen Forschungsstand aufzuzeigen und Perspektiven zu entwickeln, wie sich das Dilemma auflösen lassen könnte. PrĂ€sentiert werden archĂ€ologische Grabfunde, bis jetzt wenig bekannte Bild- und Schriftquellen sowie Ablichtungen aus Heukemes’ Grabungstagebuch.

Diese Ausstellung ist der Beitrag Ladenburgs zum Wittelsbacher Jahr der LĂ€nder Baden-WĂŒrttemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Sie wurde von Herrn Manfred Benner M.A.
und Herrn Dr. Jörg Kreutz (Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis) entwickelt. Die Gestaltung lag in den HÀnden der Firma Agus Media Network (Alexander Glowinski und Ralph Schirmer).

Zur Eröffnung wird am 17. November um 16.00 Uhr in den Domhofsaal des Ladenburger Rathauses (Hauptstraße 7) gebeten. Im Anschluss findet ein Umtrunk in den neuen
AusstellungsrĂ€umen des Lobdengau-Museums statt.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂŒr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.