Samstag, 18. August 2018

Verschmutzung durch Vogelkot ist gesundheitsgefährdend

Keine Wasservögel füttern

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Ladenburg, 08. April 2014. (red/pm) Angesichts der stetig anwachsenden Population der Wasservögel in Ladenburg weist die Stadtverwaltung noch einmal ausdrücklich auf das in der städtischen Polizeiverordnung enthaltene Verbot des Fütterns von Wasservögeln hin.

Information der Stadt Ladenburg:

„Durch die Fütterung von Schwänen, Gänsen und Enten nimmt die Verschmutzung durch Vogelkot am Kandelbach und am Neckarufer, insbesondere im Bereich des Sandstrandes unterhalb der Neckarwiese, immer mehr zu. Hier sieht die Stadtverwaltung mit großer Sorge auch eine drohende Gesundheitsgefährdung für hier spielende Kleinkinder. In den Fäkalien der Wasservögel können sich Krankheitskeime befinden, die u.a. Magen-Darm-Erkrankungen und Hautausschläge auslösen können. Zudem werden durch herumliegende Brotreste Ratten angelockt.

Auch der erste Vorsitzende der Ladenburger Ortsgruppe des BUND, Alexander Spangenberg, zieht in dieser Frage mit der Stadt an einem Strang: “Wasservögel ernähren sich in der freien Natur von Wasser- und Uferpflanzen, Muscheln, Schnecken und kleineren Fischen, aber nicht von Brot und anderem Hingeworfenem. Das Füttern hat außerdem einen zu hohen Bestand zur Folge, der wiederum zu einer Überdüngung des Gewässers durch eingebrachten Kot führt.

Verdrängung einheimischer Arten

Darüber hinaus kann es auch zur Verdrängung einheimischer Arten führen. Weitere negative Folgen sind Algenwachstum und Sauerstoffmangel für andere im Wasser lebende Organismen. Unsere Wasservögel sind Wildtiere, die auch im Winter genügend Futter in der Natur finden; sie benötigen kein Fastfood aus Menschenhand. Deshalb gilt in diesem Fall: Wahre Tierfreunde füttern keine Wasservögel, denn Füttern schadet der Natur.“

Das Fütterungsverbot muss daher unbedingt durchgesetzt werden. Zu diesem Zweck wird in den nächsten Wochen der Gemeindevollzugdienst der Stadt Ladenburg am Neckarufer Kontrollgänge unternehmen. Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung eindringlich um Beachtung des Fütterungsverbotes und weist darauf hin, dass Verstöße gegen die Polizeiverordnung als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können.

Weitere Informationen erhalten Sie über das städtische Ordnungsamt unter 06203-70140.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.