Donnerstag, 21. September 2017

Vortrag am 11. Dezember im Domhof Ladenburg

„Die Ladenburger Krappmühle des Michael Eisenhardt“

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Ladenburg, 08. Dezember 2014. (red/pm) Der Anbau der Krapppflanze in der Kurpfalz und die Ladenburger Krappmühle sind Thema eines Vortrags von Dr. Franz Waller aus Mannheim am Donnerstag, 11. Dezember um 19:30 Uhr im Domhof in Ladenburg, Hauptstraße 7.

Information des Rhein-Neckar-Kreises:

„Alle Interessierten sind zu der Veranstaltung, die das Kreisarchiv Rhein-NeckarKreis gemeinsam mit der VHS Ladenburg-Ilvesheim und dem Heimatbund Ladenburg durchführt, bei freiem Eintritt herzlich eingeladen.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts, als die künstlich hergestellten Teerfarben ihren Siegeszug angetreten hatten, wurde der bevorzugte rote Farbstoff aus den Wurzeln der Krapppflanze (Färberröte, Rubia Tinctorum) gewonnen. Im Frühjahr wurden die Wurzelstöcke ausgegraben, getrocknet und in der Krappmühle verarbeitet. Da die Kurpfalz ein bevorzugtes Anbaugebiet des Krapps geworden war, erteilte Kurfürst Carl Theodor ab 1778 mehreren Personen ein Privileg zum Betrieb einer Krappfabrik.

Dazu gehörte der Mannheimer Joh. Chr. Michel und der Ladenburger Ratsherr Michael Eisenhardt. Dieser errichtete seine Manufaktur in dem Anwesen, das später der Familie Lackert gehörte und wo sich heute ein Auktionshaus befindet. Der Vortrag verdeutlicht anhand zahlreicher Bilder, wie der Krappanbau die Landwirtschaft dominierte und welche Arbeitsschritte notwendig waren, bis mit Hilfe von Dörrstube, Pferdegöpel und Stampfwerk das begehrte rote Pulver entstand, das sogar ins Ausland exportiert wurde.“