Sonntag, 19. November 2017

Der Römer-Cup ist ein „Pflichtturnier“

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Ladenburg, 08. Juli 2010. Gut 500 Teilnehmer aus ganz Deutschland und teils aus dem europäischen Ausland rangen am Wochenende auf dem europaweit größten Jugendturnier Römer-Cup und Ladies Opren in Ladenburg in der Lobdengauhalle bei tropischen Temperaturen.

ringer0001

Jugendliche Ringer beim Römer-Cup. Bild: ladenburgblog

„Vor allem durch das Fußballspiel sind uns einige Jungs weggeblieben“, bilanzierte der 2. Abteilungsleiter Herbert Maier. „Die Mädchen sind so gut wie komplett angetreten.“ Ursprünglich hatte es 720 Meldungen gegeben.

Mit 102 startenden Vereinen schlägt der „Römer-Cup“ auch in der Zahl der Vereine alle sonstigen Jugendturniere.

Die Pokalverteidigerinnen aus Helsingborg (Schweden) sicherten sich wieder den Bertha-Benz-Pokal („Ladies Open“): „Die 21 schwedischen Mädchen sind als Mannschaft kaum zu schlagen“, sagte Maier dem ladenburgblog. Insgesamt sind 120 Mädchen angetreten und 392 Jungs.

Maier hat das Turnier 1994 ins Leben gerufen und die Bekanntheit von Jahr zu Jahr gesteigert. „Unser Turnier ist schon seit Jahren ein Pflichtturnier, viele Landesverbände schicken ihre starken Leute, damit man sich hier messen kann. Die Leistungen waren wieder enorm gut. Hier lernen auch noch starke Ringer immer was dazu.“

Insgesamt zehn deutsche Meister waren am Wochenende vor Ort. „Auch Etienne Kinsinger vom KSV, für mich zur Zeit das größte deutsche Talent“, lobt Maier den Nachwuchssportler.

Für die ASV-Ringer lief es dieses Jahr nur mäßig: Immerhin hat Caner Akpinar (14, Jahre, 63 Kilo, B-Jugend) einen zweiten Platz erreicht und Steven Vetter (15 Jahre, Kadettenklasse) einen vierten Platz.

Zur Freude der Jungs ließ der ASV zum Fußballspiel eine Trennwand herunter und übertrug das Spiel am Samstag mit einem Beamer. „Unterhalb der Wand haben die Mädchen weitergerungen. Das hatten wir auch noch nicht“, sagte Maier.

Überhaupt die Mädchen. Wie kommen die zu dem körperlich doch eher harten Sport? „Die Mädchen ringen mehr mit Technik. Der Boom hat vor 15 Jahren eingesetzt und hält an. Viele sind übers Judo zum Ringen gewechselt, andere kommen aus Ringerfamilien. Und da es jetzt genug Turniere gibt, können die Mädchen aus sportlich was erreichen, was natürlich ein klasse Anreiz ist“, erklärt Maier.

Viel Freude mit den Fotos:

[nggallery id=56]

Einen schönen Tag wünscht
Das ladenburgblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.