Samstag, 18. November 2017

Bens WM-Kolumne: Freude aufs Halbfinale!

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Guten Tag!

Ladenburg, 07. Juli 2010. Geht es nach unserem Kommentator Ben sind wir schon im Finale – er weiß zwar um die Weltklasse-Spieler der Spanier, ist aber von deren bisherigen Auftritten enttĂ€uscht. Doch auch, wenn die Spanier plötzlich stark spielen sollten, ist Ben ĂŒberzeugt, dass wir die deutsche Mannschaft im Finale sehen werden.

Von Benedikt Siegfanz

Unser WM-Kolumnist Benedikt Siegfanz. Bild: local4u

Man denke zurĂŒck. Sonntag, der 13. Juni 2010: Deutschland schlĂ€gt Australien 4:0 in Durban, wĂ€hrend die Spanier im selben Stadion ihr erstes Spiel gegen die Schweiz wenige Tage darauf 1:0 verlieren. Was fĂŒr ein Omen! Denn wo wird morgen gespielt? In Durban natĂŒrlich. Die spanische Mannschaft quĂ€lte sich bisher eher von Spiel zu Spiel. Topstars wie Torres spielten so schlecht, dass man ĂŒberlegt sie gegen Deutschland auf der Bank zu lassen.

Aber es gibt auch andere Überlegungen. Nach dem Tagesspiegel zur Fußball-WM nĂ€mlich kann man berechnen, dass jede Mannschaft mit den besten Einzelspielern die höchste Siegeschance hat. Dies wird aus dem Marktwert einer Mannschaft bestimmt.

So kicken bei den Spaniern vier Profis, die zu den zehn teuersten Spielern der Welt gehören. Dazu gehören Xavi (Xavier HernÃ¥ndez i Creus), Andres Iniesta, Fernando Torres und Cesc Fabregas.

Aber laut dieser Berechnung hĂ€tten einige andere Mannschaften wohl auch noch nicht nach Hause fahren mĂŒssen. Meiner Meinung nach kann der Marktwert alleine aber nicht eine WM gewinnen.

Das beste Beispiel: unsere Jungs. Teamgeist und WillensstÀrke beherrscht die deutsche Mannschaft perfekt und verzaubert ihr eigenes Land. Denn Geld kann Leistung nicht immer erzwingen und schon gar nicht Zusammenhalt schaffen.

Obwohl Spanien im Mittelfeld mit dem spanischen Trio perfekt besetzt ist, haben auch diese KĂŒnstler bisher die Welt nicht wirklich begeistert. Spanien ist keine zu unterschĂ€tzende Fußballmacht, was man nicht zuletzt im Finale der EM 2008 hart hinnehmen musste.

An diese Leistung mĂŒssten die Spanier aber erst einmal wieder anknĂŒpfen, um uns wirklich gefĂ€hrlich zu werden. Auf unserer Seite kommt erschwerend hinzu, dass unser „Wunderkind“ Thomas MĂŒller gelbgesperrt passen muss. Heiße Kandidaten fĂŒr MĂŒllers Posten sind Piotr Trochowski, der HSV-Mittelfeldmann, oder Toni Kroos, von Bayer 04 Leverkusen. Nun ist es an Löw, die beste Lösung zu finden und das Loch bestmöglich zu stopfen.

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Außer dem Ausfall MĂŒllers hat unsere Mannschaft keine EinschrĂ€nkungen und sollte wie gegen Argentinien wieder schnellst möglich einen eigenen Treffer landen.

Wenn unserem Team gelingt wieder so schnell und stark das Spiel zu dominieren, dann haben wir auch gegen diese bestbezahltesten Spieler eine gute Chance. Und mit einer in sich schlĂŒssigen Mannschaftsleistung sowieso, welche wir ja bisher abrufen konnten.

Gepfiffen wird die Partie von Viktor Kassai, dem 34-jĂ€hrigen Ungar, der fĂŒr seine ruhige Art auf dem Platz bekannt ist und seit 2007 auch Spiele in der Champions-League pfeift.

FĂŒr die Spanier wĂŒrde ich mir wĂŒnschen, dass wir, nicht wie gegen Argentinien, ihren Trainer, Vincente del Bosque, so demĂŒtigen, dass er direkt seinen RĂŒcktritt verkĂŒndet.

Also auf Jungs, enttÀuscht uns nicht!

Jetzt wollen wir auch ins Finale!

Zur Person:
Benedikt Siegfanz (14) spielt Fußball, seit er laufen kann. Mit sechs Jahren ist er zur Heddesheimer Fortuna gekommen und hat dort bis 2008 gekickt, zuletzt in der D-Jugend. Dann ist er zum FV O3 Ladenburg gewechselt und spielt jetzt in der B-Jugend als Libero.
Er liebt Fußball, manchmal leidet er ihn, insgesamt lebt er ihn. Der Traumberuf des Gymnasiasten ist Sportjournalist.
FĂŒr uns berichtet er ĂŒber alle deutschen Spiele der WM in SĂŒdafrika.

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.