Samstag, 18. November 2017

Hundefreunde Ladenburg holen Deutschen Meister- und drei Vize-Titel

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Ladenburg, 06. September 2010. Ein Meistertitel und drei Vizemeistertitel sind ein tolles Ergebnis fĂŒr den Verein der Hundefreunde Ladenburg. Am Wochenende kĂ€mpften 500 Athleten in den Disziplinen GelĂ€ndelauf, Vierkampf und Combination Speed Cup (CSC) um die besten Leistungen von Mensch und Hund als Team.

Von Hardy Prothmann

Martin Schuster (mit Amos vom Knabstrupperhof), Kai Strasser (mit Stella) und Sven Tatzel (mit Amos) (Team VdH Ladenburg 2) strahlten um die Wette, als es zur Siegerehrung ging. Sie sind die Deutschen Meister 2010 im CSC, einer Art Staffellauf, bei dem drei Zweierteam aus Mensch und Hund Hindernislauf, Slalom und HĂŒrdenlauf meistern mĂŒssen. Der CSC ist auch die Disziplin, von der die Zuschauer am meisten haben – hier kommt echte WettkampfatmosphĂ€re auf.

img_8996

GlĂŒckwunsch vom BĂŒrgermeister an Martin Schuster, Kai Strasser und Sven Tatzel fĂŒr den Deutschen Meistertitel im CSC. Bild: ladenburgblog.de

Beim GelĂ€ndelauf ĂŒber 2.000 Meter ĂŒberzeugten der 14-jĂ€hrige Nicolai Juraschek (mit Blue, Altersklasse 11 M) und der 17-jĂ€hrige Manuel Kramer (mit Benny, Altersklasse 15 M). Beide holten sich den Vizemeistertitel. Der Viernheimer RealschĂŒler Juraschek war im vergangenen Jahr sogar Deutscher Meister. Dieses Jahr musste er sich Daniel Radke (mit Luna) vom HSV Pegnitz 03 geschlagen geben, der mit 06:16 neun Sekunden schneller war.

Kai Strasser, Deutscher Meister beim CSC, konnte seinen Meistertitel beim Vierkampf nicht verteidigen, wurde aber mit seiner HĂŒndin Stella Vizemeister und ist damit der zur Zeit erfolgreichste Hundesportler beim VdH.

img_8926

Nicolai Juraschek ist Vizemeister im GelĂ€ndelauf ĂŒber 2.000 Meter. Bild: ladenburgblog.de

Wolfgang RĂŒskamp, PrĂ€sident des Deutschen Hundesportverbands, zeigte sich begeistert vom Römerstadion und der Organisation durch den VdH: „Das ist eine traumhafte Platzanlage und eine erstklassige Organisation gewesen.“ Das Lob galt VdH-Vorstand Peter Schuster und den rund 150 Helfern des VdH und anderen Hundesportvereien aus der Umgebung.

RĂŒskamp ging auch auf den „Gegenwind“ im Jahr 2008 ein. Damals hatte es viele kritische Stimmen im Gemeinderat zur Verbandsmeisterschaft gegeben, die sich ein Hundesportturnier auf der Anlage nicht vorstellen konnten und Verunreinigungen fĂŒrchteten. Eine unnötige Sorge, wie das damalige Turnier bewiesen hat. Die Sportler achten sorgfĂ€ltig darauf, dass die „GeschĂ€fte“ außerhalb erledigt werden, der Kot wird selbstverstĂ€ndlich aufgenommen und entsorgt. Ganz im Gegenteil achten die Hundesportler auch auf Glasscherben und Ă€hnlichen „MĂŒll“ – da sich die Vierbeiner hier verletzen könnten.

„Ladenburg hat auf ganzer Linie gewonnen. Tolle Organisation und eine tolle sportliche Leistung sind der Erfolg zum 100-jĂ€hrigen JubilĂ€um“, sagte RĂŒskamp und dankte auch dem Schirmherrn, BĂŒrgermeister Rainer Ziegler: „Das war eine der schönsten Deutschen Meisterschaften, die ich erlebt habe, deswegen darf ich Sie zum Ehrenaustragungsmeister ernennen“, scherzte RĂŒskamp.

BĂŒrgermeister Ziegler, der noch nie Hundehalter war, lobte ebenfalls den VdH und die sportliche Veranstaltung und zeigte sich begeistert vom Event.

Ute Knösel, Vorsitzende des mitausrichtenden SĂŒdwestdeutschen Hundesportverband, sagte: „Diese Veranstaltung hier sucht ihresgleichen. Wir drohen Ihnen hiermit an, wir kommen wieder, in zwei Jahren, damit gönnen wir Ihnen ein Jahr Erholungspause. Dass der VdH das hier so wunderbar organisiert hat, ĂŒberrascht mich nicht. Schließlich hatte der Verein einhundert Jahre Zeit zu ĂŒben.“ FĂŒr die humorvolle Moderation gab es mehrfach Applaus von den knapp 1.000 Zuschauern.

Ingesamt sechs VerbĂ€nde nahmen an dem Turnier teil mit 182 Vereinen. Zur Siegerehrung zogen die Mannschaften mit musikalischer Begleitung der Heddesheimer Grumbe Gugger Nodeschisser ins Römerstadion ein. Die Prozession lief einmal um den Platz, um dann in einer ebenfalls sportlichen Siegerehrung zu enden – schließlich gab es viele Medaillen ĂŒber die verschiedenen Altersgruppen zu verteilen.

VdH-Vorstand Peter Schuster war am Ende des Tages ein wenig geschafft, aber sehr zufrieden: „Wir sind Deutscher Meister im CSC, darunter mein Sohn Martin, wir haben vier Vizemeister, alle Teilnehmer haben das Turnier gelobt, niemand wurde verletzt, die Organisation hat reibungslos funktioniert. Was will man mehr?“

Weitere Artikel

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.

  • MeineMeinung

    Guten Tag!

    Ich war mit meinen Kindern auf dabei und hatte viel Spaß mit den tollen Leistungen. Das war ein klasse Turnier. Herzlichen GlĂŒckwunsch an den VdH und alle Sportler, mit zwei oder vier Beinen, die mitgemacht haben!!!

    Mein Eindruck war, dass an beiden Tagen vielleicht nicht eintausend, aber doch mindestens gut 700-800 Zuschauer da waren. Im Mannheimer Morgen steht aber 500.
    Außerdem ist mir aufgefallen, dass hier im blog Deutscher Hundesportverband steht und im MM Hundeverband. Es heißt wohl Deutscher Hundesportverband, wie es hier richtig berichtet worden ist.

    Außerdem ist mir aufgefallen, wie Sie, Herr Prothmann, stĂ€ndig unterwegs waren. Das sieht man ja auch an ihren Bildern.

    Herr Sturm, Herr Jaschke und Herr Hoffmann, die ja auch berichten, stehen stÀndig zusammen und irgendwie meistens nicht da, wo sie sind.

    Warum ist das so?
    Haben Sie Stress miteinander?

    MeineMeinung

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Danke fĂŒr Ihren Beitrag.

      Zu Ihren Fragen:
      Der Verband heißt Deutscher Hundesportverband und nicht Deutscher Hundeverband.

      Zuschauerzahlen sind meist SchĂ€tzungen. Wir haben Blöcke gebildet, diese gezĂ€hlt und multipliziert. Danach sind wir auch auf etwa 800 Zuschauer gekommen, zusĂ€tzlich den Menschen, die sich nicht auf der TribĂŒne aufgehalten haben. Unserer Auffassung nach, die wir zusĂ€tzlich beim Veranstalter hinterfragt haben, waren es um 1.000 Zuschauer. Die Zahl 500 ist definitiv falsch.

      Wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie nicht nur, dass die genannten anderen Pressevertreter zusammenstehen, die Berichte sind hÀufig auch sehr Àhnlich. Wir suchen immer nach der bestmöglichsten Perspektive. Seien es Fotos oder die Berichterstattung.

      Bestmöglich heißt: Zutreffend, genau, unabhĂ€ngig und kritisch.

      Vermutlich haben die genannten Herren deswegen „Stress“ mit uns – wir haben keinen Stress mit diesen Personen, sondern machen nur unsere journalistische Arbeit.

      Einen schönen Tag wĂŒnscht
      Das ladenburgblog