Dienstag, 21. November 2017

Schule erringt bei Fremdevaluation Spitzenergebnisse

Astrid-Lindgren-Schule landesweit unter den besten drei Prozent

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Ladenburg, 06. Februar 2014. (red/jsc) Die Astrid-Lindgren-Schule hat bei einer „Fremdevaluation“ herausragende Bewertungen bekommen. Mit diesen rangiert die Ladenburger Schule im oberen Drittel aller Schulen in Baden-W├╝rttemberg, sagt Schulleiterin Monika Maier. Sie forderte den Gemeinderat dennoch dazu auf, Gelder f├╝r die Schulsozialarbeit bereitzustellen.

Von Julia Schmitt

In der Februar-Sitzung des Gemeinderats stellte Monika Maier, Schulleiterin der Astrid-Lindgren-Schule, die Ergebnisse der Fremdevalution ihrer Schule vor. Seit 2006 die Fremdevaluation in Baden-W├╝rttemberg eingef├╝hrt worden war, bewertet das Landesinstitut f├╝r Schulentwicklung in zeitlichen Abst├Ąnden staatliche Schulen. Diese Evaluationen (Beurteilungsverfahren) sollen der Qualit├Ątssicherung und ihrer Entwicklung dienen. Die Bewertungen erfolgen anhand fest definierter Qualit├Ątskriterien.

Durch das vergleichbare und standardisierte Verfahren, bekommt die Schule Antworten ├╝ber die Qualit├Ąt ihrer p├Ądagogischen Arbeit,

sagte Frau Maier bei der Vorstellung der Ergebnisse im Gemeinderat.┬áIn sechs verschiedenen Qualit├Ątsbereichen wurden insgesamt 22 Merkmale untersucht.┬á┬áDie Daten wurden sowohl durch einen Schulhausrundgang wie auch ├╝ber Unterrichtshospitationen in allen Klassen erworben. Zudem gab es eine Onlinebefragung von Eltern und Lehrern – aber auch die Kinder wurden nach ihrer Meinung gefragt.

grafik schulische qualitaetDie Ergebnisse sind in vier Stufen unterteilt: in Entwicklungs-, Basis-, Ziel- und Exzellenzstufe. Die Einstufung der schulischen Qualit├Ąt der Ladenburger Astrid-Lindgren-Schule pr├Ąsentierte die Schulleiterin mit einem gewissen Stolz. Aus gutem Grund. Von den 22 untersuchten Merkmalen wurde keines in die Entwicklungs- und nur zwei in die Basisstufe eingeordnet. Zw├Âlf der Merkmale haben es in die Zielstufe geschafft – und acht Merkmale wurden sogar der Exzellenzstufe zugeordnet. „Das ist schon toll“, freute sich Monika Maier ├╝ber die erzielten Ergebnisse.

Feilen an der hohen Qualit├Ąt

Die beiden Merkmale, die nur in der Basisstufe eingeordnet wurden, betreffen den „Umgang mit Ergebnissen“ sowie die „Praxis des Individualfeedbacks“. Auf Nachfrage von Meinhard Georg (CDU), was getan werde, um diese zu verbessern, erkl├Ąrte Frau Maier, dass erste Ma├čnahmen schon in die Wege geleitet wurden. So wurden f├╝r den Punkt „Umgang mit Ergebnissen“ schon kurz vor der Evaluation schon Verbesserungen durchgef├╝hrt. F├╝r den Punkt des „Individualfeedbacks“ wurde mit bereitgestellten Geldern vom Schulamt eine Trainerin engagiert, die das Lehrerkollegium ber├Ąt.

Unter den acht Merkmalen, die in der Astrid-Lindgren-Schule als exzellent bewertet wurden, sind beispielsweise das lernf├Ârderliche Unterrichtsklima, die F├Ârderung des aktivens Lernens sowie die F├Ârderung von sozialen Kompetenzen. Monika Maier betonte vor dem Gemeinderat, dass die Schule ein klares Leitbild vertritt, dass die Verschiedenheit unterstreiche:┬á„Inklusion ist bei uns seit vielen Jahren Tagesgesch├Ąft.“ Auch sei es an der Schule eine „Herzensangelegenheit, Kinder als individuelle Pers├Ânlichkeiten anzunehmen“.

Empfehlungen des Bewertungsteams zielen nun darauf ab, dass die Schule den hohen Standard weiter h├Ąlt. Zudem soll durch mehr Arbeit mit dem Computer der Umgang mit Neuen Medien erlernt werden. Die Erarbeitung eines klassen├╝bergreifenden Rechtschreibekonzepts wurde vom Bewertungsteam zwar nicht gefordert, aber dennoch von der Schulleiterin in Angriff genommen. Dadurch sollen die Kinder von einem stringenten Plan profitieren, der auch verwirklicht werden kann, wenn die Lehrer der Klassen wechseln.

grafik zusammenfassungMit den erreichten Ergebnissen liegt die Astrid-Lindgren-Schule nach Darstellung der Rektorin im oberen Drittel aller gepr├╝ften Schulen in Baden-W├╝rttemberg:

Wir sind sogar unter den besten drei Prozent.

B├╝rgermeister Rainer Ziegler sprach der Schule ein „gro├čes Lob“ aus. Zudem erinnerte er den Gemeinderat an seinen Plan, Neubaugebiete zu entwickeln, um die Schule weiter mit Kindern versorgen zu k├Ânnen.

Stadtrat Sascha Barembruch (SPD), selbst Lehrer, freute sich: „Eine exzellente Schule wirft ein exzellentes Bild auf unsere Stadt.“ Auch Vertreter der anderen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen gratulierten der Schulleiterin zu diesem Ergebnis.

Stadtrat Alexander Spangenberg (GLL) hakte beim Thema der Inklusion nach und wollte wissen, ob man den Herausforderungen personell gewachsen sei. Tats├Ąchlich hatte die Rektorin diesen Aspekt „vor Aufregung“ vers├Ąumt zu erw├Ąhnen und holte dies dann umfangreich nach. Sie forderte eine entsprechende finanzielle Unterst├╝tzung f├╝r die n├Âtige Schulsozialarbeit:

Kinder m├╝ssen Unterst├╝tzung bekommen, die ├╝ber die Lernf├Ârderung in der Schule hinausgeht. Dann k├Ânnen sie ihre Kapazit├Ąten aussch├Âpfen.