Sonntag, 19. November 2017

Feuerwehrtaucher haben die Antriebswelle im Neckar geborgen

Print Friendly, PDF & Email

Guten Tag!

Ladenburg, 05. Juni 2010. (red) Taucher der Berufsfeuerwehr Heidelberg haben die am Donnerstag abgerissene Antriebswelle der FĂ€hre Edingen-Neckarhausen/Ladenburg gefunden und geborgen.

Berufstaucher Marvin Wirth hat die Welle gefunden. Bild: ladenburgblog

Ab 14:00 Uhr tauchten sechs MĂ€nner der Berufsfeuerwehr Heidelberg nach der verlorenen Antriebswelle, die sich am Donnerstag mit einem lauten Knall in den Neckar „verabschiedet“ hatte.

Fast drei Stunden suchten die Taucher nach der Welle. Marvin Wirth (34) war auf seinem letzten Tauchgang schon fast 40 Minuten unter Wasser und kurz davor abzubrechen, als er das MaschinenstĂŒck ertasten konnte.

„Die Strömung war enorm, das war ein ganz schöner Kraftakt“, sagte Wirth. Die Sichtweite lag auch heute unter Wasser bei weniger als 30 Zentimetern.

„Wir haben erst rechts von der Stelle gesucht, wo die FĂ€hre am Donnerstag festgemacht war. Das Gebiet haben wir genau abgesucht und uns dann entschlossen, auf der linken Seite zu suchen“, sagte Wirth. Ein wenig peinlich fĂŒr die DLRG: Die Welle wurde genau da gefunden, wo die DLRG-Taucher am Donnerstag mit der Suche begonnen hatten: „Bei diesen Bedingungen gehört auch ein wenig GlĂŒck dazu“, sagte Wirth.

ZunĂ€chst versuchten dann zwei Taucher das StĂŒck zu bergen, was aber mit rund 150 Kilo zu schwer war. Letztlich zog die Feuerwehr Ladenburg das Maschinenteil mit einer Winde aus dem Wasser.

Kurz darauf transportierte die FĂ€hrgemeinschaft das Teil, wobei fraglich ist, ob die Welle noch genutzt werden kann, da sie einen deutlichen „Schlag“ aufweist.

Die FĂ€hrgemeinschaft will sich direkt an die Reparatur machen und hofft, eventuell sogar am Sonntag schon den Betrieb wieder aufnehmen zu können – das allerdings mit einem großen Fragezeichen versehen.

Video: Taucher suchen abgerissene Antriebswelle

[nggallery id=34]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist GrĂŒndungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten PortrĂ€ts und Reportagen oder macht investigative StĂŒcke.

  • Ladenburger

    Ich finde es doch sehr erstaunlich, welch starke persönliche Wertung der Blogger sich hier herausnimmt. Zitat: „Ein wenig peinlich fĂŒr die DLRG: Die Welle wurde genau da gefunden, wo die DLRG-Taucher am Donnerstag mit der Suche begonnen hatten“.
    Wahrscheinlich sind Sie in einer solchen Organisation – sprich Feuerwehr oder DLRG- tĂ€tig, sind ebenfalls geĂŒbter Taucher und haben die Kompetenz diese Wertung vorzunehmen.
    Sollte dies – was ich natĂŒrlich nicht annehme, denn dann hĂ€tten Sie diese UnverschĂ€mtheit sicherlich unterlassen- nicht der Fall sein, halte ich es gelinde gesagt fĂŒr eine solche Dreistigkeit und Überheblichkeit, die noch nicht einmal bei einschlĂ€gigen BoulevardblĂ€ttern an den Tag gelegt wird; ganz abgesehen von Ihrer plumpen Formulierung, die wohl jedes weitere Kommentar erspart.
    Über eine kurze RĂŒckmeldung wĂŒrde ich mich sehr freuen.

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Sie schreiben: „Ich finde es doch sehr erstaunlich, welch starke persönliche Wertung der Blogger sich hier herausnimmt. Zitat: “Ein wenig peinlich fĂŒr die DLRG: Die Welle wurde genau da gefunden, wo die DLRG-Taucher am Donnerstag mit der Suche begonnen hatten”.“

      Schön, dass Sie noch staunen können. Wir waren wĂ€hrend des kompletten Einsatzes vor Ort, haben umfangreich zu den Arbeitsbedingungen berichtet und keine persönliche Wertung vorgenommen, sondern eine Tatsache festgestellt: Die Welle wurde dort gefunden, wo die DLRG mit der Suche begonnen hat. Das ist natĂŒrlich peinlich. Wenn Sie genau gelesen hĂ€tten, haben wir zur Ehrenrettung den Taucherkollegen entsprechend zitiert.

      Sie schreiben: „Wahrscheinlich sind Sie in einer solchen Organisation – sprich Feuerwehr oder DLRG- tĂ€tig, sind ebenfalls geĂŒbter Taucher und haben die Kompetenz diese Wertung vorzunehmen.“
      Nein, kein Mitglied, kein Taucher. Wenn das Ihre Auffassung von Journalismus ist, dann wĂ€ren alle politischen Journalisten Politiker, alle Kulturjournalisten KĂŒnstler, alle Wirtschaftsjournalisten Unternehmer usw., denn sonst fehlt es diesen an „Kompetenz“. Ihre Beobachtung ist also vor allem eines: undurchdacht und insgesamt absurd.

      Das trifft auch fĂŒr den Rest Ihres Kommentars zu.

      Einen schönen Tag wĂŒnscht
      Das ladenburgblog

  • Ladenburger

    Sehr geehrter Herr Prothmann,

    ihre Argumantation lautet: „Nein, kein Mitglied, kein Taucher. Wenn das Ihre Auffassung von Journalismus ist, dann wĂ€ren alle politischen Journalisten Politiker, alle Kulturjournalisten KĂŒnstler, alle Wirtschaftsjournalisten Unternehmer usw., denn sonst fehlt es diesen an “Kompetenz”. Ihre Beobachtung ist also vor allem eines: undurchdacht und insgesamt absurd.“
    Auf den ersten Blick erscheint das vielleicht ganz logisch; jedoch besteht im Gegensatz zu professionellem Journalismus hier ein klarer Unterschied: Politikjournalisten befassen sich ausschließlich (oder ĂŒberwiegend) mit Politik, Kulturjournalisten mit Kultur…
    Sie hingegen „berichten“ ĂŒber jegliche Vorkommnisse in der Stadt/Gemeinde und ich glaube nicht, dass Sie sich auf das Tauchwesen spezialisiert haben.
    Ich hatte vor kurzer Zeit ĂŒbrigens eine Unterredung mit kompetenten SachverstĂ€ndigen ĂŒber dieses Thema und habe eine gemeinsame Aussage erhalten: Es ist pure GlĂŒckssache bei diesen Bedingungen einen Fund zu erlangen.
    Alles in allem ist Ihre Argumentation also absurd!!!
    Trotzdem verbleibe ich mit freundlichen GrĂŒĂŸen,
    Ladenburger.

    • Dasladenburgblog

      Guten Tag!

      Ihre BeitrĂ€ge sind leider nach wie vor wenig durchdacht. Das mĂŒssen Sie auch nicht sein, denn es geht um eine einzige Aussage, die Sie tĂ€tigen wollen: …“im Gegensatz zu professionellem Journalismus“…

      Geschenkt. Sie verwechseln althergebrachten Journalismus mit neuem Journalismus und bringen das eine wie das andere jeweils durcheinander – sicherlich eine Folge der medialen Erziehung.
      Es gibt Fachjournalisten, die sich einem Thema widmen – das kann systematisch sehr gut sein, allerdings auch negative Folgen haben. Bei Wirtschafts- und Politikjournalisten erkennt man hĂ€ufig, dass diese zu sehr aus der Sicht der Wirtschaftsbosse oder der Machthaber berichten. Kulturjournalisten, beispielsweise Theaterkritiker sind hĂ€ufig solche Leute, die es gerne zum Autoren gebracht hĂ€tten, denen aber nur die Kritik bleibt. Sport- und Reisejournalisten stehen besonders hĂ€ufig im Verdacht, sehr unkritisch und gegen geldwerte Vorteile zu berichten.

      Lokaljournalisten sind typischerweise Generalisten – ihr Berichtsgebiet ist das Geschehen vor Ort. Manchmal spezialisiert man sich auch hier und unterliegt wie immer der Gefahr des Tunnelblicks – man sieht nur noch, was man sehen will und nicht mehr, was ist.

      Journalismus ist keine Wissenschaft, sondern ein Handwerk – man sammelt Informationen, prĂŒft diese, ordnet sie ein, recherchiert gegen und berichtet diese dann. Dabei gibt es viele Fehlerquellen – guter Journalismus versucht diese auszuschließen.

      Wenn nur immer die absoluten Experten berichten wĂŒrden, wĂŒrde fast nichts mehr berichtet. Ein journalistischer Generalist hat die FĂ€higkeit, sich innerhalb kĂŒrzester Zeit in Themen einzuarbeiten und diese zutreffend wiederzugeben. Ist er dabei auch noch unabhĂ€ngig, haben wir den Idealfall.

      Wenn Sie ein Bisschen aufgepasst hĂ€tten, zeigt die Berichterstattung die enorm schwierigen Arbeitsbedingungen auf. Jeder normal intelligente Mensch versteht, dass ein Erfolg in diesem Fall auch ein wenig GlĂŒck braucht.

      Der Bericht richtet sich auch nicht gegen die Arbeit der DLRG, sondern beschreibt, wer was gemacht hat. Die DLRG allerdings ist mit 29 (!) EinsatzkrĂ€ften am Ort aufgetaucht – es gab niemanden zu retten, was die eigentliche Aufgabe der DLRG ist.

      Die DLRG bekommt fĂŒr diesen Einsatz Geld. Dieses wurde verhandelt. Bei AuftrĂ€gen verlĂ€sst man sich nicht auf „GlĂŒck“, sondern auf eine erfolgreiche Umsetzung.

      Die Feuerwehr hat lange das Gebiet rechts der Fundstelle abgesucht und zum Ende hin dann dort, wo die DLRG schon war und war schnell erfolgreich. Die kommentierende Einordnung „ein wenig peinlich“ ist aus Sicht der Redaktion deshalb zutreffend und angebracht.

      Sie mögen diese Meinung nicht teilen – das ist Ihr gutes Recht.

      Sie können auch verschwurbelte Kommentare mit ebensolchen Argumenten schreiben – Sie sehen uns aber nach, dass wir diese in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr veröffentlichen, weil Sie nicht in der Lage sind, dass zu sagen, was Sie sagen wollen: das ladenburgblog macht schlechten Journalismus.

      Hier steht er nun, der Satz, der Ihnen nicht einfallen wollte.

      Wir sagen: das ladenburgblog hat den Anspruch, einen sehr guten Journalismus zu machen, ist ein noch junges, frisches Medium, das sich erst etablieren muss und schon kurz nach dem Start von gewissen Seiten Widerstand erfÀhrt, weil es die richtigen Themen richtig aufgreift und keinen drögen Bratwurstjournalismus wie der MM, die so genannte Ladenburger Zeitung und andere selbstgefÀllige Medien bringt.

      Aber wenn es Ihnen wichtig ist, tun wir Ihnen einen Gefallen und formulieren neu: „Feuerwehr im GlĂŒck, DLRG glĂŒcklos“ – wĂŒrde Ihnen das besser gefallen? Sicher nicht.

      Über die Arbeit der DLRG wurde zutreffend berichtet – der Verein trat sehr selbstbewusst auf. Das war aber nicht die Hauptaussage unserer Berichterstattung: Die konzentrierte sich auf „Was ist wann wo wem passiert“?, was wird gemacht, wie lĂ€uft das und zum Ende gabs ein Happy-End. In diesem Fall waren die Feuerwehrleute die Helden. HĂ€tte die DLRG dort was gefunden, wo die Feuerwehr schon im Einsatz war, hĂ€tten wir umgekehrt kommentiert.

      DafĂŒr waren wir stundenlang vor Ort, haben beobachtet, gegenrecherchiert und dokumentiert.

      Sie haben „vor einiger Zeit“ mit „kompetenten SachverstĂ€ndigen“ eine „gemeinsame Aussage“ erhalten – und nennen keine Zeit, keinen Namen und keine einzige andere Quelle oder Referenz. Damit haben wir redaktionell tĂ€glich zu tun – insgesamt ist das fĂŒr uns erstmal absurdes GeschwĂ€tz. Ein Bericht wird draus, wenn wir Quellen und Belege finden und Ross und Reiter nennen können.

      Das nennt sich dann Journalismus.

      Einen schönen Tag wĂŒnscht
      Das ladenburgblog