Samstag, 18. August 2018

Deutsche Selbstbilder im Ersten Weltkrieg

„Ideen von 1914“

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Ladenburg, 04. April 2014. (red/pm) Der Erste Weltkrieg ist Thema einer Vortragsveranstaltung am Donnerstag, 10. April um 19:30 Uhr im Domhof. Referent Gernod Jungcurt befasst sich unter anderem mit den „Ideen von 1914“ und der Selbstwahrnehmung der Deutschen in dieser Zeit.

Information des Landratsamtes Rhein-Neckar:

„Zu der Veranstaltung, die das Kreisarchiv gemeinsam mit der VHS Ladenburg-Ilvesheim und dem Heimatbund Ladenburg durchführt, sind alle historisch Interessierten bei freiem Eintritt herzlich eingeladen.

In den ersten Tagen des August 1914 brach zeitgleich mit den gegenseitigen Kriegserklärungen der gegnerischen Allianzen in vielen Städten Europas ein Sturm entfesselter patriotischer Begeisterung aus. In Deutschland stimmte am 04. August 1914 der Reichstag bei nur zwei Enthaltungen geschlossen für die Kriegskredite.

Alle inneren Spannungen und Gegensätze erschienen urplötzlich wie weggeblasen, aufgelöst oder überwunden. Zum ersten Mal seit der Reichs-gründung 1871 – so die einhellige Meinung – war das deutsche Volk geeint, es zeigte sich als entschlossenes Ganzes, dem sich die individuellen Einzelinte-ressen unterordneten. Die Sehnsucht nach der nationalen Einheit schien endlich ihre Erfüllung gefunden zu haben.

Kampf mit der Feder

Von dieser breiten Zustimmung zum Krieg zur Verteidigung des Vaterlandes ließen sich auch die Intellektuellen in großer Zahl erfassen. Universitätsprofessoren, Literaten und Künstler meldeten sich freiwillig für den Einsatz an der Front und sie kämpften zugleich „mit der Feder“.

Es entstanden unzählige Aufrufe, Resolutionen, Flugschriften, Plakate und Broschüren, in denen der Krieg zur Verteidigung des Vaterlandes ideologisch umgedeutet wurde in einen Kampf, in dem es um das Überleben des deutschen Volkes als einzigartige Kulturnation ging. Die „deutsche Kultur“ wurde der „westeuropäischen Zivilisation“ als Höherentwicklung gegenübergestellt. Die „Ideen von 1914“ seien die deutsche Antwort auf die Leitideen der Französischen Revolution von 1789 – Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.“

Über Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist für "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.