Sonntag, 19. November 2017

CBG: „Unwürdiger Zustand“

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Ladenburg, 04. März 2010. Der Personalrat des CBG beklagt einen „unwürdigen Zustand“ des Gymnasiums und fordert eine umfassende und nachhaltige Sanierung der Schule.

Leserbrief
CBG-Personalrat, Ladenburg, Markus Popp, Margie Totten, Inge Weißling, Dr. Gerd Nover, Frauke Jensen, Jörg Bühler.

„Schüler und Eltern, aber natürlich auch wir, die Kolleginnen und Kollegen des Carl-Benz-Gymnasiums (CBG) Ladenburg, beklagen seit vielen Jahren den baulichen Zustand unserer Schule und damit auch unseres Arbeitsplatzes.

Die Sachlage ist allseits bekannt, nicht erst durch die Entscheidung des Gemeinderats vom 16. Dezember 2009: ein unfreundlicher, dunkler Eingangsbereich; Fenstergriffe in vielen Klassenräumen, die schlecht oder gar nicht mehr zu bewegen sind; zu wenige, enge und sanierungsbedürftige Toiletten; verbrauchte Teppichböden; verschmutzte Wände in einigen Klassenzimmern; erneuerungsbedürftige Schülertische und -stühle sowie die unzureichende Wärmeisolation des Gebäudes, die die Temperaturen in den Sommermonaten in den oberen Stockwerken dauerhaft auf deutlich über 25 Grad Celsius ansteigen lässt.

Nicht nur angesichts des bevorstehenden 150. Schuljubiläums des CBG im Jahre 2013, zu dem viele Gäste in der Schule erwartet werden, ist dies ein unwürdiger Zustand. Sicherlich ist es erfreulich, dass sich der Gemeinderat überhaupt mit den Belangen unserer Schule beschäftigt. Dennoch kann die nun beschlossene Erneuerung der Leuchtkörper im Eingangsbereich aus unserer Sicht lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein sein.

Gerade Nachhaltigkeit ist es aber, die wir in der Pädagogik praktizieren und einfordern. Sie muss sich auch in den Rahmenbedingungen widerspiegeln, innerhalb derer sich Unterricht und Zusammensein mit Schülerinnen und Schülern abspielt.

Viele Kolleginnen und Kollegen wie auch Schülerinnen und Schüler verbringen inzwischen in den Räumen des CBG regelmäßig acht und mehr Stunden am Tag. Angesichts dieses Wandels und des mehrfach belegten Zusammenhanges zwischen günstigen baulichen Strukturen und produktiven Lern- und Arbeitsprozessen fordern wir dringend eine umfassende und nachhaltige Sanierung unserer Schule und unterstützen damit die Anliegen der Schüler- wie der Elternschaft. Über 40 Jahre nach dem Bau unseres Schulgebäudes darf es nicht verwundern, wenn dazu mehr nötig sein wird als die Erneuerung der Lichtquellen im Eingangsbereich.“

Über Hardy Prothmann

Hardy Prothmann (50) ist seit 1991 freier Journalist und Chefredakteur von Rheinneckarblog.de. Er ist Gründungsmitglied von Netzwerk Recherche. Er schreibt am liebsten Porträts und Reportagen oder macht investigative Stücke.