Mittwoch, 19. September 2018

Befestigte Gutshöfe und Herrensitze

Keltische Viereckschanzen

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Ladenburg, 03. Dezember 2012. (red/pm) Die ländliche Besiedlung Südwestdeutschlands in spätkeltischer Zeit (2./1. Jh. v. Chr.) Am Donnerstag, dem 6. Dezember 2012 um 19 Uhr im Ladenburger Rathaus (Domhofsaal), Hauptstr. 7.

Information des Lobdengau-Museums:

„Seit langer Zeit beschäftigt sich die archäologische Forschung mit den rätselhaften keltischen „Viereckschanzen“, die sich teilweise bis heute als eindrucksvolle rechteckige Wall-Graben-Anlagen erhalten haben. Anfangs waren verschiedene funktionale Deutungen in der Diskussion, ab den 1960er Jahren schien eine kultische Funktion im Sinne von keltischen HeiligtĂĽmern gesichert. Doch groĂźflächige Grabungen in Baden-WĂĽrttemberg und Bayern fĂĽhrten seit etwa 20 Jahren dazu, dass die Viereckschanzen heute als wesentliches Merkmal des ländlichen Siedelwesens der Spätlatènezeit gesehen werden.

Die Anlagen vereinen durchaus unterschiedliche Funktionsaspekte: Befestigung, Herrensitz, Versammlungsort, Stapelplatz fĂĽr landwirtschaftliche GĂĽter, vielleicht auch Platz fĂĽr kultische Handlungen. In Ladenburg wurde eine solche Viereckschanze 1980 von Dr. Berndmark Heukemes entdeckt – sie ist bislang die einzige bekannte Anlage im NeckarmĂĽndungsgebiet. Bei der archäologischen Untersuchung konnten zahlreiche Objekte geborgen werden, die auf Fernhandelsbeziehungen der keltischen Hofherren im 2. und 1. Jh. v. Chr. hinweisen. Diese Funde werden derzeit erstmals im Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg präsentiert.“

Ăśber Alina Eisenhardt

Alina Eisenhardt (23) ist seit 2012 freie Mitarbeiterin bei uns, macht Redaktion, schreibt Texte und ist fĂĽr "Unsere Metropolregion - Newsletter" verantwortlich. Sie studiert Psychologie.